Ausgabe: August/September 2020

Altenzentrum

Im Altenzentrum sind wir froh darüber, dass die Besuchsregelungen gelockert werden konnten. Seit 1. Juli darf jede Bewohnerin und jeder Bewohner pro Tag in der Zeit von 9:00 – 11:30 Uhr und 14:00 – 20:00 Uhr zwei Besuchspersonen ohne Voranmeldung empfangen, unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit Ausfüllen eines Formulars zur Dokumentation des Besuchs. Die Besuche finden auf den Zimmern statt. Alternativ kann auch ein Spaziergang im Gelände um das Haus herum unternommen werden. Ausnahmen bei der Zahl der Besuchenden können mit den Bereichsleitungen abgesprochen werden. Grund für Ausnahmen kann Sterbebegleitung, können aber auch Geburtstage sein.

Ganz dicht an der großen Baustelle der IW Plan Metzingen GmbH für das künftige »Parkensemble am Brühlbach« führt der Ev. Diakonissenring derzeit auch ein eigenes Bauvorhaben durch. Vom ehemaligen Haus am Eck ist der direkt an den Festsaal anschließende Gebäudeabschnitt beim damaligen Abbruch stehengeblieben und wird weiterhin gebraucht. Dachsanierung, Erneuern der Außenfassade, das Erstellen einer Außentreppe, aber auch Arbeiten im Innern sind nötig und sollen möglichst bis Jahresende abgeschlossen sein.

Unsere Gottesdienste und Bibelstunden führen wir weiterhin mit dem Mittel der Fernsehübertragung durch. Pfarrer Oberman, Frau Ostertag und ich teilen sich diese Aufgabe. Das Orgel- bzw. Klavierspiel übernehmen derzeit Schwester Hanna Bleher, Frau Oesterhelt aus Kohlberg und Frau Roller aus Neuhausen. Mitarbeitende des Seelsorge- und Sozialdienstteams schauen zur Entlastung der Pflegenden auf den Bereichen danach, dass die Übertragung gelingt. Es gibt durchaus positive Rückmeldungen. Eine Bewohnerin sagte gar: »Am Fernseher kann ich Sie ja besser verstehen als im Festsaal!« Trotzdem freuen wir uns darauf, wenn es in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft wieder grünes Licht für Gottesdienste und alle anderen Veranstaltungen im Festsaal geben wird.

Pfarrer Jörg Lamparter

Ausgabe: Juli 2020

Altenzentrum

Im Altenzentrum sind Präsenz-Gottesdienste und Bibelstunden im Festsaal wegen der CoronaBeschränkungen weiterhin noch nicht möglich. Dies gilt auch für alle anderen Veranstaltungen, die sonst regelmäßig im Festsaal stattfinden. Die Gottesdienste und Bibelstunden werden weiterhin live auf die Fernsehgeräte im Haus übertragen. Sie können einzeln auf dem Zimmer oder in kleiner Gemeinschaft auf den Wohnbereichen mitverfolgt werden.

Die Besuche von Angehörigen sind sehr wichtig. Um zu vermeiden, dass zu viele Personen von außen gleichzeitig im Haus sind, ist eine aufwändige Planung erforderlich. Derzeit (Stand Mitte Juni) kann jede Bewohnerin und jeder Bewohner für die Dauer von 1 Stunde pro Woche Besuch empfangen, entweder »am Stück« oder aufgeteilt in 2 x 30 Minuten. Gerade weil die Zeit noch so sehr eingeschränkt sein muss, sind die Besuche umso kostbarer.

Ein weiterer, vorsichtiger Schritt in Richtung Normalität ist in der zweiten Junihälfte möglich geworden: Für zunächst sechs Gäste pro Tag ist die Tagespflege wieder geöffnet. Besonders beansprucht waren und sind in diesen durch Corona geprägten Zeiten die Mitarbeitenden im Pflegedienst. Da bedeutete es eine wichtige Entlastung, dass Unterstützung durch Helferinnen und Helfer des DRK organisiert werden konnte.

Eine schöne Aktion gab es erneut vom Dietrich- Bonhoeffer- Gymnasium, also der Schule, mit der das Altenzentrum über den »Generationentreff« seit vielen Jahren verbunden ist. Zweimal erklang Musik von drei Geigen vom Garten aus, einmal vor dem Haus am Weinberg und einmal vor dem Haus am Park. Frau Paula Stark als Lehrerin musizierte zusammen mit zwei Schülerinnen. Da erklangen Melodien wie die des Papageno aus Mozarts Zauberflöte, die des Frühlings aus Vivaldis Jahreszeiten bis hin zum Choral »Der Mond ist aufgegangen« als Ausklang des kleinen Konzerts. Dass beim zweiten Auftritt der Wind einige Male versuchte, die Noten durcheinanderzuwirbeln, minderte den Hörgenuss in keinster Weise.

Direkt neben dem Altenzentrum hat sich schon vor längerem eine riesige Baugrube aufgetan. Es entsteht dort das »Parkensemble am Brühlbach« in anderer Trägerschaft. Insgesamt 36 seniorengerechte Wohnungen gehobener Ausstattung in zwei Häusern auf vier Etagen werden gebaut. Die Fundamente sind gelegt und Kellerwände errichtet. Aus dem angrenzenden Gästehaus, der ehemaligen Villa Winkler, ist nach dem Abbruch des vorherigen Gebäudes wieder ein freistehendes Haus geworden.

In dankbarer Erinnerung mussten wir Abschied nehmen von Dr. Horst Jetter, der am 14. Juni verstorben ist. Herr Dr. Jetter war stellvertretender Vorstand beim Ev. Diakonissenring in den Jahren 1994 – 2002 und prägte die Entwicklung des Werks mit seiner Sachkenntnis und seinem Einsatz mit. Abschied nehmen mussten wir auch von einer Mitarbeiterin, die im aktiven Dienst bei uns gestanden hat, Frau Adelheid »Heidi« Eissler aus dem Team Seelsorge und Soziale Betreuung. Sie starb nach schwerer Krankheit bereits am 30. März. Wir sind darüber sehr traurig und vermissen sie. Wir sind aber auch getröstet durch das Wissen, dass die beiden Verstorbenen in Gottes Hand geborgen sind.

Pfarrer Jörg Lamparter

Ausgabe: Juni 2020

Altenzentrum

Im Altenzentrum sind wir froh, dass die coronabedingten Einschränkungen ab Mitte Mai vorsichtig etwas  gelockert werden konnten. Besuche können unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben wieder durchgeführt werden. Besuche sind zunächst auf nahe Angehörige und Bezugspersonen begrenzt und finden in dafür festgelegten Besucherzonen im Haus am Park und Haus am Weinberg statt.

Es können maximal zwei Personen pro angemeldeten Besuch für die Dauer von 20 Minuten kommen. Eine verbindliche Anmeldung ist zwei Tage vorher erforderlich, damit der Ablauf gut geplant werden kann. Einzelisolierungen konnten aufgehoben und Verlegungen in andere Zimmer wieder rückgängig gemacht werden.

Gottesdienste und Bibelstunden finden nach wie vor nur als Übertragung auf die Fernsehgeräte im Haus statt. Inzwischen haben wir uns an diese Form schon etwas gewöhnt, aber natürlich ist es nur ein Notbehelf.

Unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, die in den letzten Wochen verstorben sind, ist Frau Ingeborg Brants. Sie starb am 16. Mai. Frau Brants hat viele Jahre lang den Metzinger Flötenkreis geleitet. Nicht nur als Musikerin, auch als Malerin war Frau Brants sehr begabt. Von ihr gemalte Bilder schmücken so manche Wand auf dem Wohnbereich, auf dem sie lebte.

Pfarrer Jörg Lamparter

 

 

Ausgabe: Mai 2020

Altenzentrum

© Foto: Heide Giebeler

Sehr deutlich wirkt sich die derzeitige Corona-Pandemie auf die Situation im Altenzentrum des Ev. Diakonissenrings aus. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mussten und müssen derzeit auf den Zimmern isoliert werden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Die Vorgaben erforderten einige Umzüge auch auf jeweils andere Bereiche. Die Leitung des Hauses und alle in der Pflege Mitarbeitenden waren vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Schmerzlich für die Bewohnerinnen und Bewohner waren und sind auch noch die eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten für die Angehörigen. Wir im Haus hoffen, dass diese Einschränkungen nach und nach gelockert werden können.

Manche Aktivitäten und Angebote ruhen noch. Eine sehr schöne Aktion gab es durch den Generationentreff des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums: Zu Ostern wurden individuell bemalte und beschriftete Steine von Schülerinnen und Schülern an die Bewohnerinnen und Bewohner verschenkt. Auch erklingen regelmäßig Kirchenlieder: Allabendlich spielen Herr und Frau Widmann vom Posaunenchor vor unseren Häusern Choräle, die innen zu hören sind. Gottesdienste und Bibelstunden wurden nach einer Pause in der zweiten Märzhälfte ab Palmsonntag (5. April) wieder aufgenommen. Sie wurden vom leeren Festsaal aus mit Bild und Ton auf die Fernsehgeräte im Haus übertragen. Vorerst wird dies noch so fortgesetzt. Wann wir uns wieder im Festsaal versammeln können, ist offen.

Von zwei Schwestern, die den Ev. Diakonissenring seit den 50er-Jahren mitgeprägt haben, mussten wir Abschied nehmen. Am 5. März verstarb Schwester Emma Heim und am 11. April Schwester Gertrud Kost. Beide arbeiteten früher im Säuglingsheim und im Kinderheim des Werks in der Villa Winkler und im nahegelegenen Haus in der Wilhelm-Carl-Straße. Schwester Emma war später Bereichsleitung in der Altenpflege und Schwester Gertrud gestaltete, mit Schwester Luise Vogel zusammen, viele Jahre lang Begegnungsnachmittage für Seniorenkreise und Frauenkreise sowie monatliche Geburtstagsfeiern für Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheims im Gästehaus. Abschied nehmen mussten wir auch von der ersten Dekanin Württembergs, die Bewohnerin bei uns war, Marianne Koch. Sie verstarb am 30. März. Ihr Amt als Dekanin übte sie in Weikersheim aus; im anschließenden Ruhestand war sie für das Kloster Kirchberg bei Sulz a.N. tätig. Von allen Verstorbenen in unserem Haus nehmen wir Abschied mit dem Trost, der in der Botschaft von Ostern begründet liegt.

Pfarrer Jörg Lamparter