Ausgabe: Juni 2020

Altenzentrum

Im Altenzentrum sind wir froh, dass die coronabedingten Einschränkungen ab Mitte Mai vorsichtig etwas  gelockert werden konnten. Besuche können unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben wieder durchgeführt werden. Besuche sind zunächst auf nahe Angehörige und Bezugspersonen begrenzt und finden in dafür festgelegten Besucherzonen im Haus am Park und Haus am Weinberg statt.

Es können maximal zwei Personen pro angemeldeten Besuch für die Dauer von 20 Minuten kommen. Eine verbindliche Anmeldung ist zwei Tage vorher erforderlich, damit der Ablauf gut geplant werden kann. Einzelisolierungen konnten aufgehoben und Verlegungen in andere Zimmer wieder rückgängig gemacht werden.

Gottesdienste und Bibelstunden finden nach wie vor nur als Übertragung auf die Fernsehgeräte im Haus statt. Inzwischen haben wir uns an diese Form schon etwas gewöhnt, aber natürlich ist es nur ein Notbehelf.

Unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, die in den letzten Wochen verstorben sind, ist Frau Ingeborg Brants. Sie starb am 16. Mai. Frau Brants hat viele Jahre lang den Metzinger Flötenkreis geleitet. Nicht nur als Musikerin, auch als Malerin war Frau Brants sehr begabt. Von ihr gemalte Bilder schmücken so manche Wand auf dem Wohnbereich, auf dem sie lebte.

Pfarrer Jörg Lamparter

 

 

Ausgabe: Mai 2020

Altenzentrum

© Foto: Heide Giebeler

Sehr deutlich wirkt sich die derzeitige Corona-Pandemie auf die Situation im Altenzentrum des Ev. Diakonissenrings aus. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mussten und müssen derzeit auf den Zimmern isoliert werden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Die Vorgaben erforderten einige Umzüge auch auf jeweils andere Bereiche. Die Leitung des Hauses und alle in der Pflege Mitarbeitenden waren vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Schmerzlich für die Bewohnerinnen und Bewohner waren und sind auch noch die eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten für die Angehörigen. Wir im Haus hoffen, dass diese Einschränkungen nach und nach gelockert werden können.

Manche Aktivitäten und Angebote ruhen noch. Eine sehr schöne Aktion gab es durch den Generationentreff des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums: Zu Ostern wurden individuell bemalte und beschriftete Steine von Schülerinnen und Schülern an die Bewohnerinnen und Bewohner verschenkt. Auch erklingen regelmäßig Kirchenlieder: Allabendlich spielen Herr und Frau Widmann vom Posaunenchor vor unseren Häusern Choräle, die innen zu hören sind. Gottesdienste und Bibelstunden wurden nach einer Pause in der zweiten Märzhälfte ab Palmsonntag (5. April) wieder aufgenommen. Sie wurden vom leeren Festsaal aus mit Bild und Ton auf die Fernsehgeräte im Haus übertragen. Vorerst wird dies noch so fortgesetzt. Wann wir uns wieder im Festsaal versammeln können, ist offen.

Von zwei Schwestern, die den Ev. Diakonissenring seit den 50er-Jahren mitgeprägt haben, mussten wir Abschied nehmen. Am 5. März verstarb Schwester Emma Heim und am 11. April Schwester Gertrud Kost. Beide arbeiteten früher im Säuglingsheim und im Kinderheim des Werks in der Villa Winkler und im nahegelegenen Haus in der Wilhelm-Carl-Straße. Schwester Emma war später Bereichsleitung in der Altenpflege und Schwester Gertrud gestaltete, mit Schwester Luise Vogel zusammen, viele Jahre lang Begegnungsnachmittage für Seniorenkreise und Frauenkreise sowie monatliche Geburtstagsfeiern für Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheims im Gästehaus. Abschied nehmen mussten wir auch von der ersten Dekanin Württembergs, die Bewohnerin bei uns war, Marianne Koch. Sie verstarb am 30. März. Ihr Amt als Dekanin übte sie in Weikersheim aus; im anschließenden Ruhestand war sie für das Kloster Kirchberg bei Sulz a.N. tätig. Von allen Verstorbenen in unserem Haus nehmen wir Abschied mit dem Trost, der in der Botschaft von Ostern begründet liegt.

Pfarrer Jörg Lamparter