Arbeit und Gottvertrauen: Pauline Raissle wird 109

Erscheinungstag: 16. Dezember 2014 ~~~~~ Foto: Thomas Kiehl

 

von CAROLA EISSLER

Pauline Raißle: Auch mit 109 Jahren ist sich lebensfroh wie eh und je.

1905, das war das Jahr, in dem Max Schmeling, Greta Garbo und Henry Fonda geboren wurden. Und Pauline Raißle. Als achtes von elf Kindern ist sie im Schwarzwald aufgewachsen. Und sie lernte von Kindesbeinen an das, was sie bis heute durch die Stürme des Lebens getragen hat: Das Vertrauen auf Gott und das Wissen, dass er es schon recht machen werde, wie sie betont. "Ich wurde von meinen Eltern von Anfang an im Glauben erzogen."

Es war kein einfaches Leben, in das das Kind hineingeboren wurde. Kinder wurden damals selbstverständlich zu Arbeiten auf den Höfen und Feldern mit herangezogen. Sie trugen mit zum Überleben der Familien bei und erfuhren früh was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Die kleine Pauline verdiente bereits im Alter von acht Jahren ihr erstes Geld. Morgens ging sie zur Schule und nachmittags arbeitete sie als Dienstmagd.

Weil die Schwester nach Riederich heiratete und in der dortigen Schwiegerfamilie aufgrund von Schicksalsschlägen eine Haushaltshilfe gebraucht wurde, schickte man Pauline Raißle Ende der 1920er Jahre an die Erms. Dort in Riederich lernte sie ihren späteren Mann kennen und die beiden heirateten 1932. "Ich musste immer sehr viel arbeiten, wir hatten Landwirtschaft. Aber ich habe durchgehalten." Fünf Kinder hat Pauline Raißle großgezogen, heute hat sie zudem noch sieben Enkel und neun Urenkel.

Seit 15 Jahren wohnt die Seniorin im Altenzentrum des Diakonissenrings in Metzingen. "Ich bin aber völlig selbstständig und kann mich gut versorgen", betont die 109-Jährige. Pauline Raißle ist die älteste Bürgerin Metzingens. An die Spitze Baden-Württembergs hat sie es bislang aber noch nicht geschafft. In Pfullingen wohnt eine Altersgenossin, die bereits Mitte Juni ihren 109. Geburtstag feiern konnte und damit fast sechs Monate älter ist als Pauline Raißle. Aber was sind schon sechs Monate im Hinblick auf sage und schreibe 109 Jahre.

Hier können Sie den Original-Pressebericht (PDF 441 KB) der SÜDWESTPRESSE ansehen.

___________________________________________________________________________

Das Wachstum erleben

Erscheinungstag: 20. September 2014 ~~~~ Fotos: Thomas Kiehl

 

von EVA FOCHT-RABEL

Die Trauben sind nicht nur ansehnlich, sondern auch schmackhaft. Das können Martin Schadenberger (WG/FMK), Stefanie Meyer (Volksbank), Jörg Waldner (WG) und Bernhard Feige (Altenzentrum) nach dem Versucherle bestätigen.

Sie hängen üppig an den Reben: weiße, blaue und sogar roséfarbene Trauben. Zur Freude der Bewohner und der Gäste des Altenheims des Diakonissenrings gibt es hier einen kleinen Weinberg.

Wenn es "Haus am Weinberg" heißt, muss man dort auch Wein, respektive Trauben finden. Dachte sich wenigstens Weinerlebnisführer Martin Schadenberger, dessen Schwiegereltern im Metzinger Altenheim betreut wurden. Und so organisierte er gemeinsam mit der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen und dem Förderkreis Metzinger Keltern (FMK) eine kleine Rebanlage im Garten des Altenzentrums, in der insgesamt elf verschiedene Sorten Trauben angepflanzt wurden. Unterstützung dabei kam auch von der Volksbank. Drei Reihen Trauben findet man jetzt - in diesem Jahr sind sie bestens bestückt und laden zum Kosten ein.

Die 45 Rebstöcke wurden so angelegt, dass sich die verschiedenen Traubensorten abwechseln, es gibt weiße, blaue und sogar eine rosafarbene Sorte namens Vanessa. Rund die Hälfte der Trauben sind reine Tafeltrauben - wobei natürlich auch die Weintrauben gern gekostet werden. Und es wurde darauf geachtet, dass die Tafeltrauben möglichst kernlos sind und vor allem pilzresistent. "Da muss dann ganz wenig gespritzt werden und vor allem nur mit biologischen Mitteln", erläutert dazu Jörg Waldner, Geschäftsführer der Weingärtnergenossenschaft (WG).

Die WG hat im Mai 2010 die Reben gepflanzt, die Drahtanlage montiert und seither ist das Team um Martin Schadenberger zuständig für die Pflege. Und die dauert quasi von Januar bis Dezember, denn etwas gibt es an der Rebanlage immer zu tun. Das alles können die Bewohner und Besucher des Altenzentrum hautnah miterleben, "deshalb dauert die Arbeit hier auch immer etwas länger", wie Martin Schadenberger erzählt. Denn das Interesse ist groß und so lassen sich die Vorbeikommenden gern die anfallenden Arbeiten erklären und viele erinnern sich, wie sie das früher selbst gemacht haben.

Bernhard Feige, Geschäftsführer und Heimleiter beim Evangelischen Diakonissenring, berichtet, dass im Altenzentrum viele Metzinger leben, die früher mit dem Wein zu tun hatten, und sei es in ihrer Kindheit bei der Lese. "Selbst Demente erinnern sich, wenn sie die Trauben sehen, fühlen und schmecken. Deshalb freuen wir uns natürlich, dass der Weinberg hier angelegt wurde. Das ist ein sehr nachhaltiges Angebot."

Etliche der Beschäftigungsangebote im Metzinger Altenzentrum beinhalten daher auch eine Tour durch die Rebanlage, die selbst bei schlechtem Wetter immer gern besucht wird. Zudem wurden die einzelnen Reben beschildert, sodass man auf einen Blick erkennen kann, um welche Sorte es sich handelt, wie die Trauben aussehen und ob es sich um Tafel- oder Weintrauben handelt.

Beim Neubau des "Hauses am Weinberg" wurde die Außenanlage so gestaltet, dass ein barrierefreier Weg an den Reben vorbei rund um das Gebäude und durch den Park führt, ein Weg, bei dem sich in jeder Jahreszeit der Anblick ändert. Jetzt fallen nicht nur die verschiedenen Traubensorten ins Auge, sondern auch die unterschiedlichen Blätter. Später im Jahr, wenn die Blätter gefallen sind, oder im nach dem Schneiden, wird die "Erziehung" der Reben sichtbar, die ebenfalls verschieden gestaltet wurde. So sieht man Flach- und Bogenerziehungen und seit einiger Zeit schmückt auch ein "Trierer Rad" den Mini-Weinberg. Hier hängen die Triebe - ähnlich wie bei einer Trauerweide.

Anpflanzen will Martin Schadenberger demnächst auch noch einige Rosenstöcke. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern dienen auch als "Zeigerpflanze", wie er erklärt. "An den Rosen sieht man schnell, wenn es einen Befall mit Mehltau gibt und kann dann im Weinberg zügig handeln." Das wussten schon die Wengerter früherer Generationen.

Jede Rebsorte ist beschriftet

 

 

 

 

 

Hier können Sie den Originalbericht der SÜDWESTPRESSE downloaden.

 _______________________________________________________________________________

Komposition in Weiß, Rosé, Rot

Erscheinungstag: 20. September 2014

METZINGEN. »Eine Komposition in Weiß über Rosé nach Rot«, beschreibt Martin Schadenberger die kleine Rebanlage, die er hinter dem Metzinger Altenheim entlang eines Serpentinenwegs angelegt hat. Ein Gemeinschaftswerk von Evangelischem Diakonissenring als Betreiber der Seniorenresidenz, der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen, des Förderkreises Metzinger Keltern sowie der Volksbank Metzingen-Bad-Urach, vertreten durch Stefanie Meyer.

Vom Haus am Weinberg, wie das neueste Gebäude des Altenheims heißt, blickt man auf die in diesem Jahr erstmals kräftig Früchte tragenden 45 Rebpflanzen, die zusammen mit den Pflöcken und Draht vom Bankhaus gestiftet wurden. Diese gesetzt und verdrahtet hat der Vorsitzende der Weingärtner, Jörg Waldner mit seiner Frau Renate. Martin Schadenberger setzte die Rebstöcke in den Boden. Er und Waldner sorgen das gesamte Jahr über für die Pflege der 11 verschiedenen Traubensorten. Bei der Hälfte davon handelt es sich um Tafeltrauben, also Sorten, die ausgesprochen zum Essen gezüchtet wurden, wiewohl auch die Weintrauben schmecken.

Rege genutzt

Den Mittelpunkt der obersten dreißig Meter langen Reihe bildet die weiße Sorte Solaris. Rechts und links sind Namen zu lesen, die vielen unbekannt sein mögen: Rhea, Fanny, Nero, oder Vanessa, um einige zu nennen. Osella bildet den Abschluss der zweiten Reihe und soll später über ein sogenanntes Trierer Rad wachsen, eine spezielle Reberziehung aus der gleichnamigen Gegend, und wie eine Trauerweide ihre Triebe fallen lassen.

Bewohner, Besucher, Passanten erfreuen sich an den Gewächsen und ihren Früchten, wie beim Pressetermin zu beobachten war. Laut Berhard Feige, Leiter des Altenzentrums, sprechen selbst demente Bewohner auf die Weinstöcke an, weil viele einen Bezug zum Weinbau haben. (rut) 

Hier können Sie den Original-Pressebericht des REUTLINGER GENERALANZEIGERS downloaden.

________________________________________________________________________________

NACHRUF: Die Diakonie trauert

NACHRUF: Die Diakonie trauert

Erscheinungstag: Samstag, 9. August 2014

 

von Eva Focht-Rabel

Oliver Maier, Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation

Oliver Maier, Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation

Kurz vor seinem 49. Geburtstag starb am Mittwoch unerwartet der Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation Metzingen. Oliver Maier, der in Grafenberg gelebt hat, hinterlässt neben seiner Frau drei Kinder im Alter von 17 bis 23 Jahren.

Kurz vor seinem 49. Geburtstag starb am Mittwoch unerwartet der Geschäftsführer der Diakonie-Sozialstation Metzingen. Oliver Maier, der in Grafenberg gelebt hat, hinterlässt neben seiner Frau drei Kinder im Alter von 17 bis 23 Jahren. "Durch seine menschliche und fachliche Kompetenz hat Oliver Maier zur stetigen Weiterentwicklung der Diakonie-Sozialstation beigetragen. Dadurch konnte vielen Menschen wertvolle Hilfe geleistet werden," sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Sozialstation-Trägervereins.

Oliver Maier studierte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann Btriebswirtschaftslehre in Tübingen und war nebenher Geschäftsführer in Teilzeit bei der Diakoniestation Ammerbuch; 1996 bis 1998 war er bei der Christoffel-Blindenmission Abteilungsleiter für zentrale Dienste.

Im Jahr 1998 kam er nach Metzingen und war bis 2006 Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des evangelischen Diakonissenrings.

Ab 15. September 1999 war er Geschäftsführer und Vorstandsmitglied bei der Diakonie-Sozialstation Metzingen, zuerst in Teilzeit (parallel zum Diakonissenring). Maier gründete den dritten Pflegebereich Ost und baute die Diakonie-Sozialstation zu einer der größten Einrichtungen dieser Art im Land aus. Zudem war er zuständig für den Aufbau der Abteilung Kinderkrankenpflege, Metzingen ist damit die einzige Diakoniestation mit dieser Abteilung in Baden-Württemberg. Oliver Maier fing bei der Diakonie-Sozialstation mit 40 Mitarbeitern an, jetzt sind es 220. Neben vielen anderen Aktivitäten hat er sich besonders für osteuropäische Pflegekräfte eingesetzt; er sorgte dafür, dass sie hier nicht nur legal arbeiten, sondern auch ordentlich bezahlt werden. Dies mündete schließlich in eine Geschäftsvereinbarung mit einer Agentur in Rumänien.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er als Kirchenpfleger in Grafenberg tätig und Lehrbeauftragter der medizinischen Hochschule in Hannover, wo er 2010 berufsbegleitend den Magister Public Health erworben hat. Jüngste Planungen der Diakonie-Sozialstation und Oliver Maier waren eine Projektidee namens "Gesundheitsdorf", das er Anfang Juli dem Gemeinderat Grafenberg vorstellte und die ersten Überlegungen für einen Neubau der dortigen Sozialstation darstellte.

Die Mitarbeiter der Diakonie sind bestürzt über den Tod ihres hoch geschätzten Chefs. "Probleme waren für ihn immer eine Herausforderung."

Sein Glaube war die Basis für alles Handeln, das war auch für die Mitarbeiter jeden Tag sichtbar. "Er war für jeden da und hatte immer ein offenes Ohr für alle Probleme. Wo Not am Mann war, hat er zugepackt, auch wenn er das als Geschäftsführer nicht hätte machen müssen", berichten die Mitarbeiter.

Die Beerdigung von Oliver Maier findet am Donnerstag, 14. August, um 14 Uhr auf dem Friedhof Ammerbuch-Entringen statt.

Hier können Sie den Original-Pressebericht der Südwestpresse downloaden (481 KB).

____________________________________________________________________________

Musik für Generationen

Erscheinungstag: Dienstag, 22.4.2014

 

Redaktion: Mara Sander

Foto: Evang. Diakonissenring Metzingen

Im Altenzentrum vom Evangelischen Diakonissenring Metzingen ist es entgegen üblicher kirchlicher Gewohnheiten nichts Ungewöhnliches, wenn am Karsamstag, einem Tag der Stille, ein Kindermusical aufgeführt wird.

Im Altenzentrum vom Evangelischen Diakonissenring Metzingen ist es entgegen üblicher kirchlicher Gewohnheiten nichts Ungewöhnliches, wenn am Karsamstag, einem Tag der Stille, ein Kindermusical aufgeführt wird. Der Grund dafür ist, dass es der Abschlusstermin einer Kinderchorfreizeit des Württembergischen Christusbundes ist und die Kinder aus vielen Gemeinden nur noch an diesem Tag zusammen sind.

Die Bewohner im Altenzentrum verzichten an diesem Tag gerne auf ihre Mittagsruhe und kommen stattdessen in den Festsaal, denn das Musical wird zwar von Kindern, aber eben nicht nur für Kinder in Szene gesetzt. In diesem Jahr war das Thema "Babylon", die unter Leitung von Julia Sailer musikalisch erzählte abenteuerliche Geschichte um den Propheten Daniel und seine drei Freunde in babylonischer Gefangenschaft.

Dafür hatten mehr als 40 Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren intensiv geprobt und machten nicht nur den Altenheimbewohnern und anderen Interessierten in Metzingen und Umgebung eine Freude damit, sondern hatten danach noch einen weiteren Auftritt in Waldenbuch.

Der Erlös der Benefizveranstaltung des Fördervereins des Evangelischen Diakonissenring ist für sinnvolle und wohltuende Anschaffungen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheimes bestimmt.

 

Hier können Sie den Original-Pressebericht der Südwestpresse downloaden.

_________________________________________________________________

Kindermusical "Babylon" im Altenzentrum

                                 Erscheinungstermin: Mittwoch, 16. April 2014

Am Karsamstag, 19. April, findet um 13.30 Uhr im Festsaal des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen ein besonderes Angebot statt: "Babylon - ein Kindermusical". Eingeübt und aufgeführt von Kindern, aber nicht nur für Kinder.

Am Karsamstag, 19. April, findet um 13.30 Uhr im Festsaal des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen ein besonderes Angebot statt: "Babylon - ein Kindermusical". Eingeübt und aufgeführt von Kindern, aber nicht nur für Kinder. Es ist ein eindrucksvolles Angebot für die Bewohner, Angehörigen und musikbegeisterte Kinder und Erwachsene aus Metzingen und Umgebung.

Das Musical erzählt die biblische Geschichte von der Geschichte Daniels und seiner drei Freunde, die in babylonische Gefangenschaft geraten und gefährliche Abenteuer erleben. Eine Woche lang haben 47 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren auf einer Kinderchorfreizeit des Württembergischen Christusbunds unter der Leitung von Julia Sailer dieses Musical eingeübt, mit farbenprächtigen Kulissen versehen und Soli, Theaterszenen und Tänze geprobt.

Die Benefizveranstaltung des Fördervereins des Evangelischen Diakonissenrings beginnt bereits um 13.30 Uhr im Festsaal, weil das Team am gleichen Abend bereits einen weiteren Auftritt in Waldenbuch geplant hat. Der Eintritt für das Musical ist frei. Die Spenden sind für den Förderverein bestimmt, der sinnvolle und wohltuende Anschaffungen für die Bewohner des Pflegeheimes ermöglicht und die Arbeit im Hause des Evangelischen Diakonissenrings fördert und unterstützt.