Pfarrer i. R. Heinrich Schär ist verstorben

Erscheinungstag: Donnerst., 29. Dezember 2011

Metzingen.

Im Alter von 89 Jahren ist am Weihnachtstag Pfarrer i. R. Heinrich Schär verstorben. Der am 19. Juni im schweizerischen Walterswil geborene Schär war von 1973 bis 1987 Pfarrer an der Martinskirche Ost. Zuvor war er ab dem Jahr 1966 als Pfarrer in Kleinsachsenheim tätig.

 

Seit 1953 war Pfarrer Schär im volksmissionarischen Amt der württembergischen Landeskirche. Seine Aufgabe war es hier Bibelwochen zu organisieren und sich um die Evangelisation zu kümmern.

 

In Metzingen hat Pfarrer Heinrich Schär die Familienbildungsarbeit (FBA) aufgebaut und Freizeiten organisiert. Besonders beliebt waren diejenigen in Adelboden. Ein weiterer Schwerpunkt in Schärs seelsorgerischer Arbeit waren Bibelausstellungen.

 

Nachdem Pfarrer Heinrich Schär 1987 in den Ruhestand gegangen war, hat er noch zahlreiche Vertretungsdienste als Ruhestandspfarrer gemacht. Seine Abschiedspredigt widmete Heinrich Schär dem Thema der "Theologie des Kreuzes zur Überwindung von Schuld und Spannungstendenzen in der Kirche".

 

Seit drei Jahren lebte Heinrich Schär im Altenzentrum des evangelischen Diakonissenrings Metzingen. Der Trauergottes-dienst ist am Montag, 2. Januar, um 13.30 Uhr in der Metzinger Martinskirche. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Mühlwiesenfriedhof. (ps)

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Jung und Alt haben den gleichen Geschmack

Erscheinungstag: Dienstag, 20. Dezember 2011

Mit Feuereifer waren die Kinder bei der Backaktion im Altenzentrum bei der Sache. Foto: Privat

Metzingen.

Alle Jahre wieder machten sich Kinder vom Kindergarten Friedenskirche auf den Weg ins Altenzentrum zum Plätzchen backen. Diese Begegnung von Jung und Alt ist fest im Kalender der mittleren Kinder eingeplant. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es auch schon mit den "Ausstecherle" los. Der zuvor zubereitete Teig wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder ausgewellt. Dann durften sie die Plätzchen ausstechen.

 

Die Kinder hatten nach kurzer Zeit ihre erste Schüchternheit überwunden und erzählten den Bewohnern des Altenzentrums allerlei fröhliche Geschichten, die dabei aufmerksam zuhörten. Sie erzählten den Kindern wiederum begeistert aus ihrer Kindheitserinnerung vom damaligen Plätzchen backen. Zum Abschluss des Nachmittags durften natürlich alle die gebackenen Kekse auch versuchen. Alle waren sich dabei einig, dass die "Ausstecherle" gelungen waren, ebenso wie die ganze Veranstaltung.

 

Abschließend wurden die gebackenen Sterne, Monde und alle anderen Figuren für das Altenzentrum und den Kindergarten aufgeteilt. Stolz konnten die mittleren Kinder den Freunden und Erzieherinnen, die nicht dabei waren, eine Tüte mit den Leckereien überreichen.

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Mit Gottvertrauen nach vorne blicken

Erscheinungstag: Freitag, 16. Dezember 2011

                                   von MARA SANDER

Hat heute einen besonderen Ehrentag: Pauline Raissle feiert ihren 106. Geburtstag. Foto: Mara Sander

Metzingen/Riederich. Glaubensstärke und Lebensfreude sind Kennzeichen von Pauline Raissle, die heute ihren 106. Geburtstag feiert und immer mit Gott verbunden ist. Ins Gebet nehmen, nicht jammern, ist ein Lebensleitsatz von ihr.

 

Im Mittelpunkt stehen mag Pauline Raissle nicht, darum ist es ihr auch nicht wichtig, dass über sie berichtet wird. Aber über ihren Lebensmittelpunkt spricht sie gerne, möchte davon auch etwas weitergeben, denn für sie ist der Glaube, ist Gott das Wichtigste im Leben. Seit sie lesen kann, ist die Bibel ihr wichtigstes Buch, sie braucht das Wort Gottes zum Leben und hat jederzeit für jede Lebenssituation ein Zitat aus der Bibel parat, weiß, wo es nachzulesen ist und gibt damit ihren Mitmenschen Lebenshilfe ohne zu missionieren. Pauline Raissle ist ein lebendiges Glaubensbekenntnis, ihr christliches Leben beispielhaft für gelebten Glauben.

 

Im Gespräch vermutet niemand, dass sie schon 106 Jahre alt oder besser jung ist. Sie ist nicht die Älteste Einwohnerin Metzingens, wäre es in Riederich, wo sie bis kurz vor ihrem 100. Geburtstag gelebt hat. Nach einer Hüftoperation hat sie sich entschlossen ins Altersheim nach Metzingen umzuziehen, weil sie nicht mehr so beweglich war. "Von innen bin ich gesund, hab nie was gehabt, nur die Füße gebrochen", sagt sie lachend dazu, dass sie ihren "Rolli" braucht, um sich sicher zu bewegen. Damit geht sie sozusagen auf Rundreise zu ihren Mitbewohnern, kümmert sich um Kranke und besucht Sterbende, begleitet sie auf Wunsch mit Gebeten.

 

Gedanken an den Tod belasten sie nicht, denn für sie ist Tod nicht das Ende, sondern die Erfüllung. Sie weiß, dass ihre Heimat bei Gott ist, nimmt die Aufgaben an, die er ihr hier auf Erden stellt. Ihr Glaube macht sie unwahrscheinlich stark, sie hat immer so gelebt, dass sie Sünden zu vermeiden versucht hat. "Sünden bereiten dem Herrn Schmerzen und haben seinen Tod verursacht", sagt sie und betet, "damit ich in meiner Todesstunde freudig und getrost sprechen möge." Sie ist bereit zu gehen, "wenn Gott mich ruft." Noch ruft er offensichtlich nicht, lässt sie auf Erden, um noch viel zu beten, auch für Menschen, die dem Glauben fern stehen.

 

Die Jubilarin ist eine Ausnahmeerscheinung, geistig topfit, und das nicht nur beim Thema Glauben. Zum Lesen braucht sie "nur für das Kleingedruckte" eine Brille, das Gehör hat etwas nachgelassen, ist aber immer noch bemerkenswert gut für ihr Alter. Einen Fernseher will sie nicht im Zimmer haben, liest Zeitung und vor allem täglich in der Bibel als geistige Nahrung. Das Essen schmeckt ihr, sie fühlt sich wohl im Altenheim. Sorgen macht sie sich nicht. Alles, was sie belasten könnte, vertraut sie im Gebet Gott an. "Ins Gebet nehmen und nicht jammern", ist ihr Lebensmotto.

 

Lob und Dank vergisst sie nie. "Loben und danken, auch wenn die Not groß ist, nach oben gucken", ist ihre Überzeugung.

 

Zwei Weltkriege hat sie überlebt und in keiner Situation den Glauben verloren. "Glaube ist Hoffnung, dass man nicht zweifelt an dem, was man sieht", so die bekennende Christin, die in Tumlingen bei Freudenstadt als achtes von elf Kindern geboren wurde.

 

Heiraten wollte sie eigentlich nicht, begegnet aber ihrem Mann, der vor 30 Jahren starb, in einer Situation, als er sie brauchte und nahm diese Aufgabe als Ehefrau und Mutter an. Fünf Kinder, acht Enkel und neun Urenkel feiern mit ihr, wenn auch nicht alle am gleichen Tag kommen können. Die jüngste Urenkelin hat ihre Uroma schon vor ein paar Tagen besucht.

 

Weihnachten ist und bleibt für sie das Fest der Geburt des Herrn, Geschenke sind nicht wichtig. "Wir haben immer gleich gefeiert, sind in die Kirche gegangen."

 

Einmal war sie enttäuscht, dass sie keine sehnlichst gewünschte große Puppe zum An- und Ausziehen bekam, sondern nur eine kleine, in einer Tragetasche befestigte. Darum freute sie sich am 105. Geburtstag über Puppe "Peter" als späte Erfüllung ihres Kindertraums. Geduld, Bescheidenheit und tiefer Glaube prägen seit 106 Jahren ihr Leben.

 

Hier können Sie den Originalbericht der SÜDWESTPRESSE downloaden.

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Strahlende Lebensfreude

Erscheinungstag: Freitag 16. Dezember 2011

                              von MARA SANDER

Gut gelaunt am geschmückten Christbaum im Metzinger Altenheim: Pauline Raissle, heute 106 Jahre alt geworden. FOTO: Mara Sander

METZINGEN/RIEDERICH. Wer mit Pauline Raissle spricht, kann kaum glauben, dass sie heute 106 Jahre alt ist. Sie ist eine jung gebliebene Ausnahmeerscheinung, denn ihre geistige Fitness übertrifft die bei ihrem Lebensalter zu erwartenden Verhältnisse bei Weitem. Nicht nur, wenn das Thema auf den Glauben kommt, aber dann ganz besonders.

 

Zu jeder Situation hat sie ein Zitat aus der Bibel parat mit präziser Angabe, wo welche Aussage steht, gibt damit vielen Menschen Lebenshilfe in Krisenzeiten, ohne zu missionieren. Das Leben der Pauline Raissle ist beispielhaftes Glaubenszeugnis und überzeugendes Glaubensbekenntnis.

 

"Beten und nicht jammern"

 

"Glaube ist Hoffnung, dass man nicht zweifelt an dem, was man sieht", sagt sie und macht damit deutlich, dass sie in keiner noch so schwierigen Situation den Glauben verloren hat. "Loben und danken, auch wenn die Not groß ist, nach oben schauen", ist ihre Überzeugung. Zwei Weltkriege mit allen Schreckenszeiten und Schwierigkeiten hat sie überlebt und vertraut alles, was Kummer machen könnte, im Gebet Gott an. "Beten, andere ins Gebet einbeziehen und nicht jammern" ist ihr Lebensmotto.

In Tumlingen bei Freudenstadt wurde sie als achtes Kind von elf Geschwistern geboren. Sie hat selbst fünf Kinder, acht Enkel und neun Urenkel - der Jüngste ist drei Jahre alt und hat die Uroma in dieser Woche bereits besucht. Heiraten wollte sie ursprünglich nicht, aber es kam anders, denn sie begegnete ihrem Mann als der in einer Notlage war und sie brauchte. Er starb vor dreißig Jahren.

Bis kurz vor ihrem 100. Geburtstag lebte sie in Riederich, wäre gern dort im Haus geblieben, aber auch das kam wieder anders als gedacht, denn nach einer Hüftoperation war die Beweglichkeit eingeschränkt, ein Leben mit Treppen zu beschwerlich. Sie entschloss sich für den Umzug ins Metzinger Altersheim, wo sie sich sehr wohl fühlt.

Fernsehen braucht sie nicht. Sie liest täglich in der Bibel und besucht mit ihrem Rollator regelmäßig Mitbewohner, übernimmt das tägliche Tischgebet und betet überhaupt viel. Ihren Geburtstag feiert sie mit der Familie im Altersheim. Nicht alle werden am gleichen Tag kommen können, aber Weihnachten ist nah, auch da kommt Besuch.

Für sie ist Weihnachten immer gleich geblieben, denn für sie ist es das christliche Fest der Geburt des Herrn. Wie war Weihnachten in der eigenen Familie? "Wir haben immer gleich gefeiert: Wir sind in die Kirche gegangen."

Als Kind kam damals am Heiligen Abend der "Pelzmärte" mit der Rute und brachte für brave Kinder "Nuss und Gutsle", erzählt sie und davon, dass sie dann am Morgen des ersten Weihnachtstages mit der Laterne nachschaute, wo die Geschenke lagen.

Einmal war sie enttäuscht, dass nicht sie, sondern ihre Schwester die sehnlichst gewünschte große Puppe zum An- und Ausziehen bekam und sie nur eine kleine Puppe, die fest in einer Tragetasche lag. Die wollte sie rausnehmen und stellte fest, es war nur ein befestigter Oberkörper.

Aber im vorigen Jahr zum 105. Geburtstag erfüllte sich dann mit Puppe »Peter« doch noch der Kindertraum. Peter wird auch beim 106. Geburtstag dabei sein. Der geschmückte Tannenbaum auf dem Flur gefällt ihr sehr, weil Kugeln wie aus früheren Zeiten daran hängen.

Sie erinnert sich gern an ihre Jugendzeit und kann viel daraus erzählen, wobei immer wieder zu erkennen gibt, dass sie jederzeit christlich gelebt, im christlichen Bewusstsein Sünden möglichst vermieden habe.

Mit 106 Jahren strahlt sie große Lebensfreude aus. Auch beim Gedanken an den Tod. Denn für sie ist Tod nicht das Ende, sondern die Erfüllung. Sie lebt fest im Glauben und betet, "damit ich in meiner Todesstunde freudig und getrost sprechen möge". Diese Stunde könnte trotz des hohen Alters, das diese Frau in ihrer Lebenauffassung für eine Gnade hält, durchaus weit entfernt sein. (GEA)

 

Hier können Sie den Originalbericht des Reutlinger Generalanzeigers downloaden.
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Damit die Lebenslast leichter wird

Erscheinungstag: Mittwoch, 7. Dezember 2011

                                               

Soziales - Die Metzinger Irmgard-Boss-Stiftung vergibt zum zweiten Mal rund 16 500 Euro. Bedacht sind zwölf helfende Einrichtungen und bedürftige Menschen.

1 500 Euro Spende für eine von zwölf guten Sachen: Dietmar Bez (links) und Dr. Dieter Feucht von der Irmgard-Boss-Stiftung rahmen Barbara Nohr vom Arbeitskreis Leben ein. FOTO: PR

METZINGEN. Der Nachlass von Irmgard Boss tut erneut Gutes. Zwölf soziale Einrichtungen oder Menschen aus dem Ermstal, vereinzelt auch aus Reutlingen, hat die Irmgard-Boss-Stiftung, deren Kapital von 685 000 Euro auf dem Boss'schen Erbe beruht, 2011 bedacht. Insgesamt 16 471 Euro Zinserträge hat die Stiftung vergeben, wie bei der ersten Ausschüttung 2010. Dr. Dieter Feucht, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Stiftungsratsmitglied Dietmar Bez haben gestern aufgeschlüsselt, wer wie von den Zuwendungen profitiert.

 

Den größten Betrag bekommt mit 3 000 Euro die Diakonie-Sozialstation Metzingen, die damit Pflegehilfsmittel und einen Sterilisator beschaffen kann. Jeweils 2 000 Euro gehen an die evangelische Gesamtkirchengemeinde für neue Einrichtungen im Ferientagheim und an die Diakonische Bezirksstelle für Hilfe in Notfällen. Die 1 800 Euro für die Bruderhaus-Diakonie ermöglichen neue Matratzen für Demenzkranke im Pflegeheim Königshöhe bei Dettingen, während sich die Hauspflege- und Nachbarschaftshilfe Metzingen über 1 500 Euro für neues Kücheninventar freuen kann. Gleich hoch ist die Zuwendung der Stiftung an den evangelischen Diakonissenring, der für sein Altenzentrum einen Bewegungstrainer anschaffen kann, und für den kreisweit aktiven Arbeitskreis Leben (AKL). Die in Reutlingen ansässige, aber auch im Haus Matizzo in Metzingen wirkende Organisation ist Anlaufstelle in Lebenskrisen und bei Suizidgefahr und wird in einer Zeit, in der Alltagsdruck und psychische Probleme massiv zunehmen, immer häufiger in Anspruch genommen. Per Telefon (Nummer am Ende des Artikels) kann jeder schnell Kontakt aufnehmen, auf Wunsch anonym.

 

Zinsaufkommen nimmt ab

 

Die erste Beratung bei einem der 45 ehrenamtlichen Krisenhelfer des AKL ist kostenlos, für jede weitere sollten die Betroffenen etwas beisteuern, sofern sie es können. Allen, die den Obolus nicht aus eigener Kraft zusammenbekommen, dient die jetzige Spende der Irmgard-Boss-Stiftung.

 

Deren Wirken wird in den kommenden Jahren nicht weniger wichtig, klafft doch die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf und brauchen immer mehr Menschen Pflege. Die Zinserträge werden sich zwar in der Höhe nicht halten lassen, aber schon kleine Beträge können Großes bewirken. Kürzlich hat sich eine im WIM-Haus Neuhausen wohnende Frau mit Behinderungen für 665 Euro eine neue Garderobe leisten können; 400 Euro kann der Seelsorge- und Beratungsdienst für eine Bulimie-Beratung verwenden, ebenso viel kommt dem Pflegestützpunkt für eine Waschmaschine zugute. Nicht zuletzt fließen 1 000 Euro an die - auch von Ermstälern besuchte - Citykirche Reutlingen für eine neue Informationstheke.

 

Macht summa summarum gut 16 000 Euro, die die Lebenslast vieler Menschen etwas leichter werden lassen. (pfi)

 

Hier können Sie den Originalbericht des Reutlinger Generalanzeigers downloaden.

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Jeden Tag dreht sie eine Runde an der frischen Luft

Erscheinungstag: 5. Dezember 2011

                                 von MARA SANDER

Jubilarin des Tages: Gertrud Ehmke wird heute 90 Jahre alt.

METZINGEN.

Gertrud Ehmke feiert heute im Altenzentrum vom Evangelischen Diakonissenrings Metzingen ihren 90. Geburtstag und wird auch an diesem Ehrentag mit Sicherheit wieder einen längeren Spaziergang an der frischen Luft rund ums Altenzentrum des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen machen. "Jeden Tag gehe ich spazieren", erzählt sie und nimmt ihren Rollator, um zum Mittagessen in den Speisesaal zu gehen. Das Essen schmeckt ihr, sie liest täglich Zeitung und lacht gerne. Natürlich geht alles etwas langsamer als früher, aber auf ihren Spaziergang möchte sie nicht verzichten, denn die Bewegung hält sie fit und sie sieht mehr als beim Blick aus dem Fenster.

 

Geboren wurde sie in Wollin, wo sie auch aufgewachsen ist und ihrem Vater, der Fischer war, geholfen hat. Vier Kinder, neun Enkel und neun Urenkel werden der Jubilarin gratulieren, das jüngste Urenkelkind ist ein Jahr jung. Fotos von früher sind ihr wichtig, die hat sie immer griffbereit, wenn sie aus ihrem Leben mit Höhen und Tiefen erzählt. Sie zeigen sie als junge Schönheit an der Seite ihres Mannes, erzählen die Familiengeschichte in Bildern, so dass auch die Urenkel sich vorstellen können wie es damals war, als die Uroma so alt war wie ihre Eltern jetzt oder ihre Großeltern als Kinder aussahen.

 

Seit mehr als sieben Jahren fühlt sich die Jubilar im Altenheim wohl und freut sich, dass einer ihrer Söhne ganz in der Nähe in Riederich wohnt. Besuch hat sie gerne, denn es gibt so viel zu erzählen aus ihrem 90 Jahre langen Leben, in dem auch der Glaube eine wichtige Rolle spielt.

 

Hier können Sie den Originalbericht der SÜDWESTPRESSE downloaden.

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Mit Herzen, Mund und Händen

Erscheinungstag: 1. Oktober 2011

Metzingen.

Am Sonntag, 9. Oktober, findet das Jahresfest des Evangelischen Diakonissenring Metzingen unter dem Thema "Mit Herzen, Mund und Händen" statt.

 

Um 14 Uhr ist der Auftakt mit dem Gottesdienst in der Friedenskirche. Die Predigt gestaltet Pfarrer i. R. Manfred Bittighofer zu dem Bibeltext aus Kolosser 3, Vers 16 und 17. Dort geht es um Worte und Taten, das was man redet und was man tut. Manfred Bittighofer war viele Jahre Direktor und Vorsitzender der Missionsschule Unterweissach, Pfarrer der Stiftskirche in Stuttgart und Leiter des Amtes Missionarischer Dienste in der Württembergischen Landeskirche.

 

Ab 15.30 Uhr geht es dann im Festsaal des Altenzentrums weiter. Besondere Programmpunkte sind Infos und Berichte aus dem Werk und der Nachmittagskaffee mit Kuchen. Zwischen den Programmpunkten ist Raum für Begegnungen, Gespräche und Musik.

 

Der Evangelische Diakonissenring Metzingen lädt alle Angehörigen, Freunde und interessierte Personen zu diesem besonderen Ereignis ein.

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Altenzentrum: Bernhard Feige ist Geschäftsführer

Erscheinungstag, 30. September 2011

Bernhard Feige ist jetzt offiziell Geschäftsführer des Altenzentrums.

Metzingen.

 

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Evangelischen Diakonissenring Metzingen wurde Bernhard Feige mit der Geschäftsführung und Heimleitung beauftragt. Gleichzeitig wurde Bernhard Feige als hauptamtliches Vorstandsmitglied gewählt. In den vergangenen sechs Jahren hatte Heinrich Niebling als ehrenamtlicher Vorstand diese Aufgabe alleine wahrgenommen.

 

Bernhard Feige hatte nach der Veränderung in der Geschäftsführung im Oktober 2010 die Aufgabe der Heimleitung und die geschäftsführenden Aufgaben während der Interimszeit mit übernommen. In dieser Zeit wurden zusammen mit den Führungskräften und dem ehrenamtlichen Vorstand viele Herausforderungen und Projekte angepackt. Die dauerhafte Besetzung schließt nahtlos daran an. Dies ist nach Mitteilung des Evangelischen Diakonissenrings ein wichtiger Aspekt im Blick auf Kontinuität und die begonnenen Veränderungsprozesse.

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Erscheinungstag: Donnerstag, 11. August 2011

                                      von Thomas Füssel

Jungunternehmer Michael Stilz chauffiert mit seinen Fahrradtaxis nicht nur Touristen durch Metzingen.

METZINGEN. Sie gehören zum Stadtbild. Die Rikschas in Metzingen. Seit Michael Stilz damit Outlet-Kunden durch die Stadt fährt. Zumindest war das anfangs seine Zielgruppe. »Inzwischen fährt ganz Metzingen Rikscha«, sagt der 27-Jährige, der sich damit 2005 selbstständig gemacht hat. Das sei durchaus ein Phänomen, wie es anderorts nicht zu beobachten sei, freut sich der junge Mann. Denn in fast jeder Großstadt seien heute solche Fahrzeuge zu sehen - genutzt ausschließlich von Touristen. Ganz anders in Metzingen. Hier kommt sogar das »Essen auf Rädern« mit dem dreirädrigen, elektrounterstützten Fahrrad.

Essen auf Rädern: Michael Stilz mit seiner umgebauten Rikscha, mit der er im Auftrag des Diakonissenrings und einer Metzgerei täglich unterwegs ist. Ansonsten befördert er Schüler, Geschäftsleute, Senioren und natürlich Outlet-Kunden. FOTO: Irmgard Walderich

Schnell und umweltfreundlich ist er unterwegs. Das haben auch andere erkannt. Zum Beispiel der Diakonissenring, der in Metzingen ein Altenzentrum und Einrichtungen des betreuten Wohnens betreibt. Für den fährt er »Essen auf Rädern« aus. Sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über.

Hinzu kommen zwei Kindergärten, der auf der Raise in Riederich und der der Bonifatiusgemeinde in Metzingen, die er im Auftrag einer Metzgerei mit Essen für die Ganztagesbetreuung versorgt. Genauso wie dreimal die Woche die Gutenbergschule in Riederich. Zudem beliefert er bis zu acht Unternehmen. Immer mit der Rikscha, bei jedem Wetter. Wenn der Chef nicht selbst hinterm Lenkrad sitzt, werden die Dreiräder von Studenten und Schülern gesteuert.

2005 hatten er und ein Freund zwei dieser Fahrzeuge gekauft. »Wir wollten damals eigentlich nur donnerstags, freitags und samstags Outlet-Kunden vom Bahnhof zum Lindenplatz befördern - als netten Nebenerwerb.« Dass er eines Tages von dem Rikscha-Unternehmen lebt, daran hat Stilz damals nicht gedacht. »Wenn's in die Hose gegangen wäre, hätte jeder von uns halt ein Rikscha rumstehen gehabt - um damit rumzukurven.« Doch weit gefehlt. Es kam anders als sich das Stilz in seinen kühnsten Träumen vorstellen konnte.

Seine Rikschas sind inzwischen nicht nur in Metzingen unterwegs. Elf Fahrzeuge zählt sein Unternehmen heute, fünf sind im Ermstal stationiert, in Metzingen und Bad Urach. Die anderen fahren in Berlin und Freiburg Touristen durch die Stadt.

Auch in Reutlingen ist er ab und an unterwegs, immer dann, wenn es sich anbietet, zum Beispiel bei Großveranstaltungen. Außerdem ist er immer wieder auf der einen oder anderen Messe im Auftrag der Outlet-City präsent.

Doch nirgends sei es so wie in Metzingen. Die meisten hätten die Fahrzeuge gleich toll gefunden. Dass da jemand richtig in die Pedale treten muss, habe zunächst aber viele abgeschreckt, in die Rikscha einzusteigen - bis auf wenige Touristen, die das aus der einen oder anderen Großstadt schon kannten. »Für eine Stadt wie Metzingen waren wir zunächst Exoten.«

Doch mit der Zeit haben auch die Metzinger die Fahrzeuge für sich entdeckt. Schüler genauso wie Geschäftsleute und Senioren. Vor allem Letztere zählen heute zu seinen festen Kunden. Er macht Einkaufstouren, fährt alte Leute ins Café oder zum Arzt und holt sie anschließend wieder ab. Jeden Mittwoch stehen Rikschas vor dem Altenzentrum und bringen deren Bewohner zu einem kleinen Bummel zum Wochenmarkt. In Metzingen ist die Rikscha damit mehr als eine Touristenattraktion, hier ist sie reguläres Taxi. »Gerade Ältere sagen, ohne uns kämen sie nicht so häufig raus.«

Stilz' Fahrzeuge werden für Hochzeiten genauso gebucht wie für Junggesellenabschiede. Kürzlich ließ sich ein Ehepaar, das aus Reutlingen mit dem Zug gekommen ist, mit der Rikscha durchs ganze Ermstal nach Bad Urach chauffieren - als besonderes Erlebnis. (GEA)

07123/37 68 97  ~  0176/20 68 13 22

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Erscheinungstag: Montag, 18. Juli 2011

                                        von T. BÖRNER

Talente auf musikalischer Zeitreise

Jung, talentiert, ausgezeichnet: Miriam (links) und Julia Sailer bei ihrem Benefizkonzert im Metzinger Altenzentrum.

Soziales - Benefizkonzert im Metzinger Altenzentrum mit den Schwestern Patricia, Miriam und Julia Sailer. Mit dem Erlös wird ein Aquarium für die Bewohner gekauft.

 

METZINGEN. Mit strahlenden Gesichtern beklatschten rund 100 Senioren die drei jungen Künstlerinnen, die ihnen am Samstag einen unterhaltsamen Abend auf höchstem Niveau geboten hatten. »So jung und schon so gut« wunderte sich eine Frau und war mit dieser Meinung sicher nicht die Einzige. Die drei Schwestern Julia, 18, Miriam, 16, und Patricia, 10, nahmen die Anwesenden im Festsaals des Metzinger Altenzentrums mit auf eine musikalische Epochenreise.

 

Preisgekrönte Schwestern

 

Den Anfang machte Patricia Sailer am Klavier, die zu Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert ins Wien des 18. und 19. Jahrhundert reiste. Anschließend nahmen ihre älteren Schwestern Miriam und Julia an Violine und Klavier den Platz auf der Bühne ein und führten die Zuhörer über Joseph Haydn, Franz Liszt und Ernest Bloch bis ins vergangene Jahrhundert. Mitwippend und -tippend verfolgten die Senioren die Musik und lauschten ebenso neugierig als Michael Hellenschmidt, Vorstandsmitglied des Fördervereins, ein paar Lebensdaten zu den Komponisten vorlas.

»Eine Bombenvorführung« freute sich Hellenschmidt nach dem Ende des Benefizkonzertes. Einmal im Jahr macht der Förderverein Evangelischer Diakonissenring Metzingen e.V. eine Veranstaltung. »Dadurch kommt das Haus zu Dingen, die es sich sonst nie leisten könnte« so Michael Hellenschmidt. Die aktuellste Attraktion ist ein großes Aquarium, um das sich die Heimbewohner scharen, wenn sie die Fischwelt beobachten.

Etwas Besonderes war die Veranstaltung auch für die drei Schwestern, da sie vorher noch nie alle drei an einem Abend auf einer Bühne aufgetreten sind. »Sonst spielen wir eher solo oder ich begleite Miriam am Flügel«, sagt die frischgebackene Abiturientin Julia und fügte hinzu: »Es war aber ein schöner Rahmen hier, außerdem macht es ja auch Spaß, wenn man den Leuten eine Freude machen kann.«

Die drei Schwestern erhalten Unterricht an der Musikschule Stuttgart und haben trotz ihrer jungen Jahre schon zahlreiche nationale sowie internationale Preise gewonnen. Zustande gekommen ist der Kontakt zwischen den Talenten und Michael Hellenschmidt, da sie gemeinsam in Waldenbuch wohnen. »Ich hab sie schon ein paarmal gehört und wusste daher, was sie so drauf haben«, grinste Hellenschmidt. Das wissen seit Samstag auch die Bewohner und Freunde des Altenzentrums. (tbö)

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Blumen von OB Fiedler

Erscheinungstag: Mittwoch, 25. Mai 2011

                                         von MARA SANDER

Maria Charrier bekommt Blumen von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler.

Metzingen. Mit 106 Jahren ist Maria Charrier zwar nicht die älteste Bürgerin in Metzingen, aber die erste, die in diesem hohen Alter Glückwünsche vom neuen Ministerpräsidenten Kretschmann erhielt.

 

Ihren Geburtstag hat Maria mit 106 Jahren mit Verwandten im "Rebstöckle" gefeiert und schwärmt davon, wie gut ihr die Spätzle mit Hackbraten geschmeckt haben. Da habe sie so richtig viel gegessen, berichtet sie. Nicht zu vergessen, das Bierchen dazu, denn ein Bier mag sie auch abends im Altenzentrum vom Evangelischen Diakonissenring gern trinken. Eingezogen ist dort erst mit über 90 Jahren, räumt immer noch gerne auf und putzt Schuhe. Gepflegtes Äußeres ist ihr wichtig, alles muss gut gebügelt sein, auf einen regelmäßigen Friseurbesuch legt sie großen Wert.

 

"Einmal so, einmal so" gehe es ihr, sagt sie, wobei eine Unterhaltung mit ihr deswegen schwierig ist, weil sie kaum etwas hören kann und dementsprechend wenig versteht. Aber dafür strahlte sie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler an, als er mit einem Blumenstrauß zu ihr kam und sogar vor ihr in die Knie ging, um ihr auf Augenhöhe zu gratulieren. Er überbrachte die erste vom neuen Ministerpräsidenten unterschriebene Urkunde, von seinen Vorgängern hat sie ja schon einige. "Insgesamt haben wir 13 Metzinger Bürger über 100 Jahre in 2011, Frau Charrier ist die Zweitälteste", erzählt das Stadtoberhaupt.

 

Im Altenheim ist sie allerdings die Ältere, bekam natürlich auch Besuch von der nur ein paar Monate jüngeren Paula Raissle und freute sich über jeden Gratulanten. Verheiratet war sie nie, hat keine Kinder, aber liebe Verwandte, die sie besuchen und mit ihr zum Beispiel Fotos anschauen aus Zeiten, als sie Opern und Operetten gesungen hat.

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Das Lächeln ist geblieben

Erscheinungstag: Mittwoch, 25. Mai 2011

                                       von MARA SANDER

Gratulation auf Augenhöhe: Maria Charrier bekam von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler einen Blumenstrauß zum denkwürdigen 106. Geburtstag. Außerdem gab's eine Urkunde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. FOTO: Mara Sander

METZINGEN. In Metzingen kann man gut alt werden, denn Maria Charrier ist mit 106 Jahren nicht die älteste Bürgerin der Stadt.

 

»Dreizehn Metzinger Bürger sind oder werden noch in diesem Jahr 100 Jahre und älter«, Frau Charrier ist unsere Zweitälteste«, so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler beim Geburtstagsbesuch.

Im Altenzentrum des Evangelischen Diakonissenrings ist die Jubilarin allerdings älteste Bewohnerin, aber die nächstjüngere wird auch bald 106. Geistig ist Frau Charrier fit, aber sie kann kaum noch hören. Eine Unterhaltung ist dadurch nicht mehr so gut möglich, weil sie wenig versteht und sich an Gesprächen nicht beteiligen kann. Aber mit etwas Mühe kann man sich verständigen, und als der OB mit einem Blumenstrauß kam, strahlte die Seniorin - besonders auch, weil er vor ihr in die Knie ging, um ihr auf Augenhöhe zu gratulieren.


Spätzle mit Hackbraten

 

Ihm schenkte sie ein charmantes Lächeln, das sie nicht verlernt hat. Er überbrachte nicht nur die Glückwünsche der Stadt, sondern auch die erste Urkunde vom neuen Ministerpräsidenten. Somit hat sie jetzt schon eine kleine Sammlung von Urkunden verschiedener Landesväter. Ihren Geburtstag hat die Jubilarin mit Verwandten im »Rebstöckle« gefeiert und schwärmt von Spätzle mit Hackbraten, die ihr so gut geschmeckt haben, dass sie »richtig viel« gegessen habe.

Natürlich hat sie dazu ein Bierchen getrunken, das macht sie auch gerne abends im Altenzentrum, wo sie erst mit über 90 Jahren eingezogen ist. Aufräumen und Schuhe putzen macht sie auch heute noch, wobei das mit dem Schuheputzen in letzter Zeit nicht mehr so gut möglich ist.

Auf ein gepflegtes Äußeres legt sie viel Wert, regelmäßiger Friseurbesuch ist ebenso selbstverständlich wie gut gebügelte Kleidung. Gesundheitlich gehe es ihr »einmal so, einmal so«, spielt sie die Krise herunter, die sie kurz vor ihrem Geburtstag erwischte, aber jetzt überwunden ist. »Nur schade, dass ich nichts mehr verstehen kann«, sagt sie, will aber kein Hörgerät.

Verheiratet war sie nie, hat keine Kinder, aber liebe Verwandte, die sie öfter besuchen und mit ihr die Erinnerung teilen an die Zeit als sie Opern und Operetten gesungen hat. (GEA)

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Ein Ort der Begegnung und des Kennenlernens

Erscheinungstag: Montag, 18. April 2011

Viele anregende Gespräche wurden am Tag der Begegnung geführt.

Metzingen.  Kürzlich fand der Nachmittag der Begegnung des Evangelischen Diakonissenrings im Altenzentrum statt. Heinrich Niebling, der ehrenamtliche Vorstand, begrüßte viele Bewohner mit ihren Angehörigen.

 

Das Thema "Begegnungen" zog sich als roter Faden durch das Programm und konnte vielseitig erlebt werden. Eingeladen waren zu diesem neuen Angebot Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familien, Bewohnerinnen und Bewohner mit Angehörigen, der Freundeskreis des EDR und interessierte Personen aus Metzingen und Umgebung.

 

Erfreulich war, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Angehörigen dieses neue Angebot intensiv genutzt haben. Der Festsaal war gut belegt und es gab zum Auftakt im ersten Programmteil einen Gedankenimpuls zum Thema Begegnungen. Deutlich wurde dabei, dass es viele Arten und Formen der Begegnung gibt. Flüchtige und intensive, ermutigende und hoffnungsvolle, kurze und langanhaltende Begegnungen.

 

In der Erinnerung prägen sich einige Begegnungen tief ein. Dies gilt für die Zeit der Kindheit, als Jugendlicher und Erwachsener und genauso für ältere Menschen. Das Zitat "Erinnerung ist eine Form der Begegnung" unterstreicht dies. Wichtig ist auch das Zitat von Martin Buber "Alles wirkliche Leben ist Begegnung". Der Mensch ist auf echte Begegnung und sein Gegenüber angewiesen. Dazu gehöre auch die Begegnung und die Beziehung zu seinem Schöpfer. Gott sucht die Begegnung mit uns Menschen. Der Nachmittag der Begegnung ist eine Einladung dazu.

 

Nach dem Gedankenimpuls gab es einen Rückblick und einen Ausblick zu aktuellen Themen und neuen Angeboten im Haus. So wird es in Zukunft im Café am Weinberg jeweils am 1. Samstag im Monat das Angebot "Kultur im Café" und am 3. Sonntag im Monat eine kleine Sonntagsmusik im Café geben. Nach diesen Infos gab es viel Raum für anregende Gespräche bei leckerem Kuchen und gutem Kaffee.

 

Im zweiten Programmteil gab es "Spiele, Spaß und Begegnungen" an verschiedenen Stationen im Haus am Weinberg und auch im Außenbereich. Für die Kinder war der Garten der KITA mit zusätzlicher Spielstation geöffnet.

Insgesamt war es ein gelungener Nachmittag für die Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörigen und Besucher mit wertvollen Begegnungen und intensiven Gesprächen.

 

Am 9. Oktober findet das Jahresfest des Evangelischen Diakonissenrings statt. Freunde, Mitarbeiter und interessierte Personen sind jetzt schon eingeladen.

 

Hier können Sie den Originalbericht der Südwestpresse downloaden.

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Diakonissenring: ein Nachmittag der Begegnung

Erscheinungstag: Donnerstag, 7. April 2011

Metzingen. 

Am Sonntag, 10. April, findet der "Nachmittag der Begegnung" des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen statt. Dieses neue Angebot lädt zu Begegnungen und Gesprächen zwischen den Generationen, Mitarbeitern, Bewohnern und Freunden ein. Deshalb sind Kinder und Familien eingeladen.

 

Um 14 Uhr ist der Auftakt im Festsaal mit Musik, einem geistlichen Impuls, Rückblick und Ausblick zu aktuellen Themen und einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen. Ab 15.45 Uhr heißt das Motto "Spiele, Spaß und Begegnung". In den Räumlichkeiten des Café am Weinberg, in der Tagespflege, im Raum der Stille, im Seminarraum und in der Empfangshalle gibt es interessante Angebote zum Mitmachen und Raum für Begegnungen, Spiele und Gespräche. Beim Aquarium wird zu einem bunten Malwettbewerb eingeladen und ein Quiz lädt zum Aufspüren von Details und Infos im Haus ein. Kinder sind willkommen.

 

Um 16.45 Uhr ist im Festsaal der gemeinsame Abschluss mit einem Wort auf dem Weg geplant. Der Nachmittag wird von einem Team aus Mitarbeitern des Hauses vorbereitet. Der Evangelische Diakonissenring lädt alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter mit Familien, Bewohner mit Angehörigen, den Freundeskreis und interessierte Personen aus Metzingen und Umgebung zu diesem besonderen Nachmittag ein.

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Feige ist neuer Heimleiter

Erscheinungstag: 1. April 2011

                              von IRMGARD WALDERICH

Altenheim - Übergangslösung in der Chefetage: Diakonissenring will bis Herbst endgültig klären, wie die Geschäftsführung im Metzinger Altenzentrum künftig aussieht

Personalleiter Bernhard Feige (links) hat nun als zusätzliche Aufgabe die Heimleitung im Metzinger Altenzentrum übernommen. Unterstützt wird er von Vorstand Heinrich Niebling (rechts). FOTO: Irmgard Walderich

METZINGEN.   Ende Oktober ging alles ganz schnell.

»Im gegenseitigen Einvernehmen« trennte sich der Diakonissenring von seinem Geschäftsführer Andreas Gaida, der nur viereinhalb Jahre lang dem Metzinger Altenzentrum vorstand.  

Jetzt nimmt sich der Verein viel Zeit. Bis Herbst soll endgültig geklärt werden, wie es in der Führungsetage weiter geht.

 

Lösung vielleicht von Dauer

 

In der Zwischenzeit hat der bisherige Personalleiter Bernhard Feige die Heimleitung übernommen. Unterstützt wird er dabei von dem ehrenamtlichen Vorstand Heinrich Niebling. Der wiederum deutete gestern in einem Pressegespräch an, dass aus dieser Zwischenlösung im Herbst eine dauerhafte werden könnte.

 

Bernhard Feige ist seit drei Jahren Personalleiter im Altenzentrum. Das wird er auch weiterhin sein. Dazu kommt nun die Heimleitung. Bei seiner neuen Aufgabe wird er tatkräftig unterstützt von Vorstand und Verwaltungsrat. Außerdem steht ihm eine Management-Beratung zur Seite. Feige verfüge über ein umfangreiches Wissen in allen Personal- und Organisationsfragen, so Niebling. Der Personalleiter bringe damit alle notwendigen Voraussetzungen für die zusätzliche Aufgabe mit.

 

Dem neuen Heimleiter liegt besonders die Zufriedenheit der 160 Mitarbeiter am Herzen, betonte er gestern. Seit Herbst sei deshalb die Führungsebene aktiv dabei, die interne Kommunikation zu verbessern. Dafür ist auch Hilfe von außen in Anspruch genommen worden. Von ersten Erfolgen konnte der neue Heimleiter schon berichten: In dieser Woche wurde eine neue Mitarbeitervertretung mit sieben Mitgliedern gewählt. Eine solche Vertretung hatte es in den vergangenen Jahren in dem Metzinger Heim nicht mehr gegeben.

 

Änderungen gab es auch in der Pflegedienstleitung. Gabriele Hönes wird nun unterstützt von Doris Alford. Die Doppelspitze begründete Niebling mit dem Gesamtversorgungsvertrag, den das Haus seit 2010 hat. Damit konnte ein eigener ambulanter Dienst aufgebaut werden. Die hauswirtschaftliche Betriebsleitung übernimmt Gudrun Müller, die vakante Stelle des Qualitätsmanagements wurde mit Johanna Deckert wieder besetzt.

 

Nutzungsplan fürs Haus am Eck

 

Auch sonst tut sich einiges im Haus. Der Neubau, das »Haus am Weinberg«, ist inzwischen auf allen Ebenen bewohnt. Für den Erweiterungsbau aus den 80er-Jahren, das »Haus am Eck«, wird ein neuer Nutzungsplan erstellt, um nicht »am Markt vorbeizuplanen«, so Feige. In die Pflege sollen Expertenstandards eingeführt werden. Das heißt zunächst, jede Menge Fortbildungen für die Pflegekräfte. Und natürlich wird an einer guten Struktur und einer passenden Besetzung für die Geschäftsführung gearbeitet. Dafür nehmen sich die Verantwortlichen bewusst Zeit bis Herbst. »Wir wollen keine schnelle Lösung, sondern eine, die gut für das Haus passt.«          (GEA)

 

Hier können Sie den Original-Pressebericht downloaden.

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Altenzentrum: Voran mit einer Doppelspitze

Erscheinungstag: Freitag, 1. April 2011

                                 von PETER SWOBODA

Gemeinsam lenken sie die Geschicke des Altenzentrums: Bernhard Feige (links) und Heinrich Niebling. Foto: Thomas Kiehl

Metzingen.  Ein halbes Jahr nach dem Ausscheiden von Andreas Gaida hat sich das Altenzentrum neu aufgestellt. Heimleiter Bernhard Feige wird auch Geschäftsführer, unterstützt vom Vorsitzenden des Diakonissenrings.

 

Die Ablösung von Andreas Gaida als Geschäftsführer des Altenzentrums des Evangelischen Diakonissenrings vor sechs Monaten war eine Zäsur. Doch der Vorstand des Diakonissenrings hatte seinerzeit schnell gehandelt und bestellte Personalleiter Bernhard Feige zum Heimleiter. In einem Pressegespräch gestern Nachmittag bekräftigte der Erste Vorsitzende, Heinrich Niebling, diese Personalie.

 

Bernhard Feige bleibt Heimleiter und wird auch die Geschäftsführung mit übernehmen. Allerdings ehrenamtlich unterstützt von Heinrich Niebling. Zunächst gilt dies als eine Interimslösung, doch Niebling will nicht ausschließen, dass daraus eine Dauerlösung wird. "Alles ist möglich", sagt er. Derzeit sind Berater des Diakonischen Werks im Haus, deren Untersuchung soll abgewartet werden.

 

Unterstützt wird die neue Doppelspitze von der ebenfalls neuen Pflegedienstleitung Gabriele Hönes und Doris Alford sowie von Qualitätsmanagerin Johanna Deckert. Zu diesem Kreis gehört freilich auch noch Verwaltungsleiter Thomas Seiffer, der schon lange im Haus ist. Nicht zu vergessen sind auch die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, Gudrun Müller und die Leiterin Seelsorge und soziale Betreuung, Renate Allgaier.

 

"Das gesamte Führungsteam", so Bernhard Feige, "ist sich der großen Herausforderung und Verantwortung bewusst, die gegenüber den Bewohnern, Angehörigen, aber auch der langjährigen Tradition des Evangelischen Diakonissenrings besteht." Mit dem Neubau und den Neubesetzungen verschiedener Leitungspositionen ist das Altenzentrum wohl gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

 

Das Metzinger Altenzentrum hat zurzeit zwischen 160 und 170 belegte Pflegeplätze mit drei stationären Abteilungen und einem beschützenden Bereich. Hinzu kommen acht Kurzzeitpflegeplätze und 28 Altenheimplätze. Die Einrichtung bietet derzeit Arbeitsplätze für 160 Personen, darunter sind mehr als 110 Vollzeitstellen.

 

Hier können Sie den Original-Pressebericht downloaden.