Swinda Kahls Weinberge

Erscheinungstag: Dienstag, 2. 11. 2010

Umfangreiche Gemäldegalerie von SWINDA KAHL im Evang. Diakonissenring Metzingen e.V.

METZINGEN. In der Ausstellung Swinda Kahl im Metzinger Altenzentrum »Haus am Weinberg« sind derzeit rund fünfzig Bilder der Metzinger Künstlerin zu sehen. Sie nimmt die Betrachter mit auf einen Spaziergang durch die Natur und die Weinberge rund um Metzingen und anderswo.

 

Die Bilder in Aquarell- und Acryltechnik sind täglich zwischen 9 und 18 Uhr zu besichtigen. Gruppen sollten sich vorher beim Empfang unter Telefon 0 71 23/94 91 01 anmelden. Das Café im Haus am Weinberg ist jeweils am Mittwoch, Freitag und Sonntag um 14.30 Uhr auch für Besucher der Ausstellung geöffnet. (pr)

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"Es ist ja noch nicht alles, s´Beste kommt noch"

Erscheinungstag: Donnerstag, 16. 12. 2010

                     von RENA WEISS

Pauline Raissle feiert heute in Metzingen ihren 105. Geburtstag.

Metzingen.  Am 16. Dezember 1905 wurde Pauline Raissle in Tumlingen geboren. Heute feiert sie ihren 105. Geburtstag im Metzinger Altenzentrum.

Ihre 105 Jahre hat sie allein Gott zu verdanken, sagt Pauline Raissle. Ihr Glaube und ihr Vertrauen in Gott ließen sie auch schwere Zeiten überstehen.

 

Das Geburtstagskind wurde 1905 in Tumlingen, Kreis Freudenstadt, als achtes von elf Kindern geboren. Ihr Vater war ein Maurer und gleichzeitig besaß die Familie einen Hof, doch reich wurde die Familie dadurch nicht. Pauline Raissle wurde schon früh daran gewohnt hart zu arbeiten. Mit acht Jahren bereits kümmerte sie sich um die Nachbarskinder und bekam als Lohn Stoffe für Kleider. Während des Ersten Weltkriegs, als sie zehn Jahre alt war, arbeitete sie als Magd bei fremden Menschen.

 

Raissles Eltern waren streng gläubig und auch Pauline Raissles Leben wurde immer von Gott gelenkt. So war sie in ihrer Jugend jeden Tag in der Kirche oder in Vereinen der Kirche tätig. Sie ging in die Bibelstunde oder sang im Chor.

 

Als junge Frau arbeitete sie sieben Jahre lang bei einem Bauern, der hauptberuflich Schreiner war. So lastete die Hauptarbeit auf Pauline Raissle.

 

Im April 1931 lernte sie ihren Mann kennen. Auf der Hochzeit ihres Bruders sahen sie sich beide zum ersten Mal. Bis zur Hochzeit 1932 trafen sich die beiden nur sieben Mal. Ihr Mann Fritz Raissle kam aus Riederich, wodurch auch Pauline nach Riederich kam. Gemeinsam hat das Ehepaar fünf Kinder, nur Mädchen, acht Enkelkinder, nur Jungs und neun Urenkel. Für Pauline Raissle sind ihre Kinder, Enkel, Urenkel und natürlich ihr Glaube das wichtigste auf der Welt. Heute, an ihrem 105. Geburtstag feiert die Familie im kleinen Kreis im Altenzentrum des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen.

 

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Ein Ort zum Leben, Singen und Feiern

Erscheinungstag: Montag, 11. Oktober 2010

                     von CAROLA EISSLER

Volles Haus beim Jahresfest: Der Evangelische Diakonissenring feierte gestern. Foto: Carola Eissler

Metzingen.  Ein Ort zum Leben, zum Singen, zum Feiern will der Evangelische Diakonissenring seinen Bewohnern im Altenzentrum bieten. Ein diakonischer Auftrag, der auch beim Jahresfest im Vordergrund stand.

 

Was für ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Evangelischen Diakonissenring. Geschäftsführer Andreas Gaida zeichnete gestern beim Jahresfest, zu dem Bewohner, Angehörige und Freunde des Diakonissenrings ins Altenzentrum gekommen waren, ein buntes, herausforderndes Bild der vergangenen Monate. Denn nach vierjähriger Bauzeit wurde im Juni das "Haus am Weinberg" eingeweiht. Umstrukturierungen, neue Arbeitsabläufe, Veränderungen in den täglichen Maßnahmen und in der Organisation sowie vieles mehr kamen auf den Diakonissenring zu. So ist zum Beispiel die Abteilung Seelsorge und soziale Betreuung inzwischen personell fast dreimal so groß wie noch vor zwei Jahren. "Die Belegung des neuen Hauses stieg viel schneller, als wir uns das zunächst vorgestellt hatten", sagt Gaida. Gerade die Aufnahme vieler neuer Bewohner in der Zeit nach der Einweihung sei eine große Herausforderung gewesen.

 

Das "Haus am Weinberg" ist ein Jahrzehnteprojekt, wie Gaida betonte. Und ein Projekt, das er mit einer Gratwanderung im Gebirge vergleicht, ständig die drohenden Abstürze vor Augen. Gerade angesichts solcher Herausforderungen an den Diakonissenring, die auch in Zukunft bestehen werden, mahnte Gaida die Geschlossenheit an. Diese sei wichtig, um Ziele zu erreichen.

 

Noch leben derzeit 172 Bewohner im Altenzentrum. Doch laut Kreispflegeplan muss der Diakonissenring seine Pflegeplätze dauerhaft auf 134 reduzieren. Durch eine Übergangsregelung konnte die höhere Zahl an Plätzen bislang belassen werden, da Senioren, die derzeit im Haus am Eck wohnen, dort natürlich auch bleiben dürfen.

 

Bei aller Bautätigkeit und allen sozialpolitischen Herausforderungen, die die Führung eines Pflegeheims mit sich bringt, stellte Gaida jedoch vor allem den diakonischen Auftrag in den Mittelpunkt seines Jahresberichtes. "Unseren Senioren soll zum Singen zumute sein", fasste er die Zielrichtung zusammen. Es gehe darum, Menschen Hoffnung zu geben und Mut zu machen. "Lassen wir uns gemeinsam in den Dienst Gottes an den älteren Menschen stellen." Dies, sagte Gaida, sei nicht weniger als seine Vision: Das Altenzentrum des Diakonissenrings sei kein Ort zum Sterben, sondern ein Ort zum Loben und Feiern und Singen.

 

Dass dies gelingen kann, zeigte die Jahresfeier, die zusammen mit Pfarrer Dieter Schott und Pfarrer Jörg Lamparter in der Friedenskirche mit einem Gottesdienst begonnen hatte und im Festsaal des Altenzentrums mit Kaffeetrinken, Musik von der Gruppe "Grenzenlos" aus Neuffen, Gesang und Ansprachen fortgesetzt wurde. Dass die Metzinger Einrichtung so enormen Zuspruch erfährt und vielfach angefragt wird, mag am Konzept liegen, das Gaida so erklärt: Ein offenes Haus, in dem Veranstaltungen stattfinden. Aber auch ein Haus, das seinen Bewohnern die Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben ermöglicht.

 

So gibt es beispielsweise eine Kooperation mit einem Rikscha-Anbieter in Metzingen, der Senioren, die noch rüstig sind, zum Wochenmarkt fährt. "Und wenn jemand in einem bestimmten Lädle einkaufen will, ermöglichen wir das auch", sagt Gaida.

 

Info: Der Evangelische Diakonissenring ist auch im Internet präsent unter www.diakonissenring.de

 

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Eine wunderbare Erfüllung

Erscheinungstag: Freitag, 8. Oktober 2010

                     von CAROLA EISSLER

Traute und Samuel Hans Queck sind seit 50 Jahren verheiratet. Foto: Thomas Kiehl

Metzingen.  Sie sind ein halbes Jahrhundert verheiratet. Und davon überzeugt, dass der Glaube das Fundament ihres Erfolgskonzeptes ist. Traute und Samuel Hans Queck begehen heute ihre Goldene Hochzeit.

Lange haben sie nicht gebraucht, um zu wissen, dass sie füreinander geschaffen sind. Und auch heute, 50 Jahre später, blicken sie mit den Worten "eine wunderbare Erfüllung" auf ihre Ehe zurück. Ein paar Begegnungen, einige Briefwechsel, dann war die Sache damals klar. Im Oktober 1959 wurde Verlobung gefeiert. Es war Liebe auf den ersten Blick. Freilich. Aber auch noch viel mehr. Denn Samuel Hans Queck hatte seine solide Stellung als Postbeamter aufgegeben, um fortan Menschen für den Glauben an Jesus zu gewinnen. "Deshalb habe ich meine zukünftige Frau gefragt, ob sie mich um Jesu Willen heiraten will." Die kaufmännische Angestellte wollte. "Es war für mich klar, dass ich ihn dann auch in seinem Dienst unterstützen werde", sagt Traute Queck. Und der Jubilar betont: "Ich kenne nur wenige Frauen, die so zum Dienst ihres Mannes stehen, wie meine Frau dies tut."

 

Es folgten Jahre bei der Volksmission in Salzburg, 1972 die Übernahme von Samuel Hans Queck in den Pfarrdienst, Umzüge in den Schwarzwald, dann nach Kohlberg, wo er als Pfarrer wirkte, und Metzingen. Von 1984 bis 1997 leitete Samuel Hans Queck als Geschäftsführer und theologischer Leiter den Evangelischen Diakonissenring in Metzingen.

 

Die standesamtliche Trauung hatten die Quecks bereits Mitte Juli 1960 vollzogen, obwohl der eigentliche Hochzeitstermin in der Kirche in Bad Liebenzell erst für Oktober terminiert war. "Wir wollten nach der Hochzeit ja nach Salzburg ziehen. Und man hatte uns erzählt, dass die Waren nur dann zollfrei nach Österreich eingeführt werden dürfen, wenn wir bereits ein paar Monate verheiratet sind." Also zogen die Quecks die standesamtliche Trauung einfach vor. Der eigentliche Hochzeitstermin ist für sie jedoch immer der 8. Oktober geblieben.

 

Aus gutem Grund. Denn der Glaube und die Verbindung mit der Kirche haben die vergangenen gemeinsamen 50 Jahre des Ehepaares Queck bestimmt. "Unser Lebensmittelpunkt ist Jesus. Und das Familienleben sollte auch vom Glauben her bestimmt sein." Eine Überzeugung, die Samuel Hans und Traute Queck auch gerade heute im Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen sehr wichtig ist. "Wir waren als Kinder nicht reich. Aber wir waren reich an Liebe, Zuwendung und Wärme." Das sei es, was vielen Kindern heute fehle.

 

Das Ehepaar Queck ist stets mit offenen Augen und offenen Herzen durch die Welt gegangen. Dies lag zum einen an ihrer Berufung, im Dienste des Glaubens zu stehen. Aber sie wollten auch Christen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten kennenlernen. Samuel Hans Queck hat nicht nur Südamerika und Afrika bereist, sondern auch alle Länder, die in der Bibel vorkommen, von Ägypten über Griechenland bis in die Türkei. Und dann natürlich Israel, wo er insgesamt 21 Mal war. Oft war seine Frau dabei, aber nicht immer, der Kinder wegen. Israel ist immer noch das Land, das beide fasziniert. Samuel Hans Queck hat selbst Reisegruppen dorthin begleitet und 1996 den "Messiasdienst für Israel" gegründet. Die Liebe zu Israel ist für ihn als Christ ein absolutes Muss.

 

Am morgigen Samstag werden Traute und Samuel Hans Queck ihre Goldene Hochzeit gebührend feiern, zusammen mit ihren drei Kindern und den Familien sowie den drei Enkelkindern. Um 14 Uhr beginnt der Gottesdienst mit Pfarrer Schott in der Friedenskirche, anschließend wird im Gemeindehaus gefeiert. Die Reiselust ist bei den Quecks auch im Alter von 76 und 73 Jahren noch ungebrochen. Kein Wunder also, dass sie bereits ein neues Projekt im Auge haben: Im nächsten Jahr soll es, sofern es die Gesundheit zulässt, nach Australien gehen, wo bereits seit einigen Jahren ihre Tochter lebt.

 

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Eine Liebe von Jugend an

Erscheinungstag: Samstag, 2. Oktober 2010

                     von CAROLA EISSLER

Swinda Kahl stellt derzeit im "Haus am Weinberg" des Altenzentrums aus (im Bild mit Andreas Gaida und Tochter Swinda Kahl-Adams). Fotos: Thomas Kiehl

Metzingen.  Ein Gang durch die Weinberge und durch die Natur - und dies mitten im "Haus am Weinberg" im Metzinger Altenzentrum. Die Künstlerin Swinda Kahl stellt dort derzeit rund 50 Bilder aus.

Seit Donnerstag hat das "Haus am Weinberg" des Evangelischen Diakonissenrings nochmals an Farbe und Vielfalt gewonnen. Rund 50 Bilder stellt die Metzinger Künstlerin Swinda Kahl derzeit dort aus und nimmt die Bewohner und Besucher hinein in einen Spaziergang durch Natur und Weinberge rund um Metzingen und anderswo. Geschäftsführer Andreas Gaida bezeichnete in der Ausstellungseröffnung Swinda Kahl als "Schöpferin von schönen Bildern und Freundin von Blumen".

 

Swinda Kahl hat bereits in ihren ganz frühen Jahren während der Kindheit und Jugend in Isny im Allgäu gemalt. "Die Malerei habe ich von Jugend an geliebt." Und sie vermutet, diese Liebe sei womöglich von ihrem Großvater auf sie übergesprungen. Denn dieser zählte zu den oberschwäbischen Künstlern, hatte ein eigenes Atelier und eröffnete später in Biberach ein Museum. Der Großvater war es auch, der sie ermutigte, förderte. Ein Kunststudium blieb Swinda Kahl versagt, zu schwierig war die Zeit in den Jahren 1943/44 und Swinda Kahl musste die Familie unterstützen.

 

Umso mehr widmete sich Swinda Kahl fortan ihrer Leidenschaft, entwickelte ihre Kunst autodidaktisch weiter. Und malte. Ihre schöpferische Malerei und die Kunst überhaupt wurden später von ihrem Mann Eduard Kahl, der von 1962 bis 1983 Bürgermeister in Metzingen war, unterstützt und gefördert. War er es doch auch, der dann die Rathaus-Kunstausstellung ins Leben rief.

Farbenfroh sind Swinda Kahls Bilder.

Eine Stadt mit einem blühenden Leben wollte er schaffen, hatte Eduard Kahl damals betont. Was ihn auch dazu bewegt hat, die Kunst mit einzubeziehen.

Dass dieses blühende Leben nun erneut, nach einer Ausstellung im "Haus am Park" vor zwei Jahren, seinen Gang in den erst im Juni eingeweihten Pflegebereich "Haus am Weinberg" im Altenzentrum nimmt, ist die Fortsetzung dieses Weges. Dabei zeigte sich auch am Donnerstag bei der Vernissage, dass das neue, lichtdurchflutete und durchaus Atelier-Atmosphäre verbreitende "Haus am Weinberg" der überaus passende Ort für Swinda Kahls Kunst ist. Die Bilder in den einzelnen Gängen sind in Themenbereiche unterteilt. Wer sich Swinda Kahls Kunst nähert, kann immer Neues entdecken, je nach Standpunkt und Blickwinkel. Und nicht zuletzt sollen die Bilder auch Positives verbreiten. Denn um die psychologische Wirkung der Malerei weiß auch Swinda Kahl selbst: "Auch in traurigen Zeiten ist man mit solch einem Hobby wie der Malerei innerlich zufrieden."

 

Rund zwei Monate sollen Swinda Kahls Bilder im "Haus am Weinberg" bleiben, manche sogar als Dauerausstellung. Dies zumindest wünscht sich Andreas Gaida. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Wilfried Klaffke, Viola Hummel und Annette Bidlingmaier sowie mit Gedichten, vorgetragen von der Tochter der Künstlerin, Swinda Kahl-Adams.

 

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Hell und freundlich

Erscheinungstag: Dienstag, 22. Juni 2010

                     von JAN ZAWADIL

Mit einem Festgottesdienst wurde der Tag der offenen Tür von Pfarrer Dr. Jörg Lamparter und einem gemischten Chor von Mitarbeitern eröffnet. Foto: Ernst M. Messner

Metzingen.  Nach dem Haus am Park ist nun das Haus am Weinberg des Evangelischen Diakonissenrings fertiggestellt. Am Sonntag war Tag der offenen Tür.

Es ist ein helles und freundliches Gebäude, das seit kurzem fertiggestellt ist und nun das Betreuungs- und Pflegeangebot für Senioren des Evangelischen Diakonissenrings Metzingen erweitert. Um Interessierten jedoch einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und möglichen künftigen Bewohnern einen Eindruck zu vermitteln, hatten die Verantwortlichen gestern zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Neben einem Gottesdienst standen jedoch Informationen zu einem künftigen Heimaufenthalt sowie die Hausführungen im Mittelpunkt. Doch auch mit dem Rahmenprogramm mit Rikschafahrten, Kasperltheater oder einem Konzert mit der Eintracht Metzingen sowie Volkstänzen der Trachtengruppe Neuhausen war für zusätzliche Kurzweil gesorgt.

 

Wie Geschäftsführer Andreas Gaida am Dienstag erklärte, würde ab Dienstag nun aber der erste Teil des Um- und Einzugs erfolgen. Und während das neue Haus insgesamt 72 Plätze in den verschiedenen Bereichen bietet, rechnet er damit, dass das oberste Stockwerk bis Mitte beziehungsweise Ende Juli voll belegt sein wird.

 

Angesichts der Prognosen und des großen Interesses im Vorfeld sowie am Tag der offenen Tür geht Gaida weiterhin davon aus, dass bis Anfang November alle Pflege- und Betreuungsplätze ausgebucht sein könnten.

 

Wobei die neuen Bewohner zwar größtenteils aus Metzingen, aber beispielsweise auch aus Neuhausen, Grafenberg, Riederich sowie aus dem Bekanntenkreis der Diakonissinnen stammen würden.

 

Mit der größeren Zahl an Pflegeplätzen sind zudem weitere Arbeitsplätze geschaffen. Allerdings erklärte Gaida mit Blick auf den weiter zunehmenden Pflegebedarf: "Es wird schwieriger Fachkräfte zu finden." Seien doch viele nicht in dem Maß ausgebildet, wie die Nachfrage vorhanden sei. Dennoch betonte Gaida weiter, dass die Politik einen ersten wichtigen Schritt getan hat. Sollen doch anderweitig Qualifizierte in die Pflegeberufe einsteigen können.

 

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Mehr als eine Ersatzheimat

Erscheinungstag: Freitag, 18. Juni 2010

                     von MICHAEL KOCH

Zu Klängen der Musikschule nahmen die Ehrengäste gestern am ökumenischen Segen für das neue Pflegeheim teil. Foto: Thomas Kiehl

Metzingen.  Gestern wurde der zweite Abschnitt des Pflegeheims des Evangelischen Diakonissenrings eröffnet. Das "Haus am Weinberg" ergänzt nun das "Haus am Park". Nun gilt es, den Bau mit Leben zu füllen.

 

Stolze 17,4 Millionen Euro hat der Evangelische Diakonissenring in den vergangenen vier Jahren in den Umbau seines Altenzentrums investiert. Von 2006 bis 2008 wurde das "Haus am Park" inklusive einer Kindertagesstätte erstellt, drei Monate nach dessen Einweihung wurde mit dem zweiten Abschnitt begonnen.

 

Kein Wunder, dass allen am Bau Beteiligten gestern zum Feiern zu Mute war. "Das ist für uns ein Tag der Freude", eröffnete Heinrich Niebling, Vorstand des Diakonissenrings, den Festakt. Sein Geschäftsführer Andreas Gaida erinnerte an die Notwendigkeit des Erneuerungsbaus. "Mit dem alten Gebäude aus dem Jahr 1968 wären wir heute auf einem schwierigen Kurs im Meer der wachsenden Anforderungen in der Altenpflege", sagte Gaida. Nun aber sieht er das Schiff auf gutem Kurs.

 

Christine Blankenfeld vom Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg skizzierte nochmals die Kerndaten. 126 Dauerpflegeplätze sind in den beiden Häusern eingerichtet, zusätzlich acht weitere Kurzzeit- und 14 Tagespflegeplätze. Das Land hat den Umbau mit 3,5 Millionen Euro gefördert, der Landkreis mit 1,6 Millionen und die Stadt Metzingen hat für die Tagespflege 142 000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

"Dieser Zuschuss ist die größte Summe, die der Landkreis jemals in ein Altenpflegeheim investiert hat. Und sie wird es auch für immer bleiben, denn diese Art der Förderung gibt es nicht mehr", erklärte Andreas Bauer, Sozialdezernent des Landkreises.

 

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler wies auf die Bedeutung der Einrichtung für die Stadt Metzingen hin. Denn mit nunmehr zwei zeitgemäßen Altenpflegeeinrichtungen sei der Bedarf in diesem Bereich zumindest mittelfristig gedeckt. "Die Stadt ist jetzt gut gerüstet für die Folgen der demografischen Entwicklung", so Fiedler.

 

Architektin der Neubauten ist Lilian Goldbach vom Stuttgarter Architekturbüro Rutschmann und Partner. "Der erste Aktenvermerk zu diesen Bauvorhaben stammt aus dem Jahre 1999", blickte sie gestern auf den langwierigen Planungsprozess mit vielen Höhen und Tiefen zurück. Ein markanter Punkt sei gewesen, als wegen der Zuschüsse der ursprüngliche Entwurf mit 175 Plätzen auf 134 reduziert werden musste. Eine zweite Umplanung sei nötig geworden, als die Idee mit der Unterbringung der Kindertagesstätte aufkam und dafür die Tagespflege in den zweiten Bauabschnitt weichen musste. Doch alle Schwierigkeiten wurden gemeistert. "Es ist sehr schön geworden", wie Gertrud Kost und Emma Heim, Schwestern des Diakonissenrings, übereinstimmend urteilten.

 

Dass das Altenzentrum nicht nur auf einem Fundament aus Stahl und Beton steht, sondern auch im Vertrauen während der täglichen Arbeit basiert, daran erinnerte Pfarrer Dieter Schott von der Friedenskirche, die eng mit dem Altenzentrum zum Beispiel beim Hol- und Bring-Dienst zusammen arbeitet.

"Das Leben in diesem Haus ist für uns reich an Erfahrungen", sagte Karin Jirasek, Leiterin der Kindertagesstätte, "für unsere Kinder ist das Miteinander von Jung und Alt eine Selbstverständlichkeit."

 

Schließlich erteilten Pfarrer Klaus Schmidt und Pfarrer Hermann Weiß dem Bau noch ihren Segen, sodass die ersten Bewohner schon in der kommenden Woche ihr neues Heim beziehen können.

 

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"Auftrag, Ersatzheimat zu sein"

Erscheinungstag: Freitag, 18. Juni 2010

                     von MARKUS PFISTERER

Pflege: Evangelischer Diakonissenring eröffnet mit siebzig geladenen Gästen das Metzinger »Haus am Weinberg«

Reden, Instrumentalmusik, Gesang, Gebete und ein Stehempfang prägten die Eröffnung des »Haus am Weinberg« vor geladenen Gästen. In der lichtdurchfluteten Rotunde spricht Pfarrer Hermann Weiß (links) oberhalb der Gäste den Segen. FOTO: Markus Pfisterer

METZINGEN.

Eine Energieleistung ist vollbracht. Zehneinhalb Jahre nach Planungsbeginn mit dem Stuttgarter Architekturbüro Rutschmann Goldbach und knapp zwei Jahre nach Baustart hat der Evangelische Diakonissenring gestern vor rund siebzig geladenen Gästen das »Haus am Weinberg« mit 72 Pflegeplätzen eröffnet und damit den zweiten und letzten Bauabschnitt des Ersatzneubaus abgeschlossen. Musik des langjährigen Bezirkskantors Otto Heimann am Flügel und dem Holzbläserensemble der Metzinger Musikschule unter Julian Trieb begleitete die Festredner.

 

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren war mit dem fast baugleichen »Haus am Park« das erste neue Gebäude des Diakonissenrings in Betrieb gegangen, gefolgt von der Grundsteinlegung für das »Haus am Weinberg« im September 2008. Die beiden neuen, verbundenen Häuser ersetzen ein Vorgängerheim aus dem Jahr 1968, das abgerissen wurde. Der gut 17 Millionen Euro teure Gesamtkomplex bietet 126 Dauer-, 8 Kurzzeit- und 14 Tagespflegeplätze; Letztere sind komplett im »Haus am Weinberg« untergebracht, das auch ein Café beherbergt.

 

»Damit ist der Bedarf an stationären Pflegeplätzen mittelfristig gedeckt«

 

Beide Gebäude sind in Flügel mit drei Wohngruppen für je sieben Menschen und gemeinsamen »Marktplätzen«, Treffpunkten im lichtdurchfluteten, spiralförmigen Treppenhaus aufgegliedert. Eine freundliche Atmosphäre, die sich zwischen Bewohnern und Mitarbeitern fortsetzen soll. »Wir haben den Auftrag, Ersatzheimat zu sein«, betonte Andreas Gaida, Geschäftsführer des Evangelischen Diakonissenrings.

 

Gaida dankte den öffentlichen Zuschussgebern, ohne die das ehrgeizige Bauvorhaben nicht zu meistern gewesen wäre. Der Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg hat 3,5 Millionen Euro beigesteuert, der Landkreis Reutlingen weitere 1,6 Millionen, so viel wie in keinem weiteren Altenhilfe-Projekt. Die Stadt Metzingen stellte noch unter Alt-Oberbürgermeister Dieter Hauswirth 142. 000 Euro bereit. Nachfolger Dr. Ulrich Fiedler wünscht sich den allen Ansprüchen der Zeit entsprechenden Neubau als »Ort der Achtsamkeit«, in denen es den Bewohnern gelingen möge, in ihrem letzten Lebensabschnitt Freude zu spüren. Erfreuliche Belebung hat Fiedler schon im »Haus am Park« verzeichnet, in dem die Stadt in zwei Geschossen eine Kindertagesstätte betreibt. Mit dem Gesamtkomplex sieht der OB »den Bedarf an stationären Pflegeplätzen mittelfristig abgedeckt«. Gewappnet für die älter werdende Gesellschaft.

 

Bevor die Bewohner ab Montag ins »Haus am Weinberg« einziehen, kamen die Ehrengäste ins Haus. Zogen über die spiralförmige Treppe hinauf in den zweiten Stock und ließen sich von einer Fanfare des Holzbläserensembles der Musikschule zu einem Lied bitten. Und zum Gebet mit Pfarrer Dr. Jörg Lamparter vom Diakonissenring und Klaus Schmidt, Diakoniepfarrer im evangelischen Kirchenbezirk Bad Urach. Pfarrer Hermann Weiß von der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius sprach den Segen. Ökumene, Verbindung der Menschen, ganz im Sinne des Hausträgers.

 

»Es ist ein bewegender Moment, wenn eine so lange Planung zum Abschluss kommt«, bemerkte Kreissozialdezernent Andreas Bauer, der Landrat Thomas Reumann vertrat. »Jetzt muss das Haus mit Leben gefüllt werden.« Daran, dass der Evangelische Diakonissenring, der kleine, traditionsreiche Träger das mit großer Menschlichkeit tut, zweifelte in der Rednerschar niemand. Am Sonntag öffnet das »Haus am Weinberg« seine Türen für alle.

 

Tag der offenen Tür

 

Jeder aus Metzingen und Umgebung kann sich am Sonntag, 20. Juni, von 11 bis 17 Uhr selbst ein Bild vom »Haus am Weinberg« machen. Schon um 10 Uhr beginnt ein Gottesdienst im Festsaal des Altenzentrums in der Elsa-Brandström-Straße 10, den Pfarrer Dr. Jörg Lamparter hält. Musik mit Band erwartet die Besucher von 12 Uhr an im Lieferhof. Um 13 Uhr bieten Rikschas Fahrten übers Gelände an. Um 15 Uhr starten eine Hausführung und eine Bilderpräsentation zur Bauphase. In der Tagespflege »Weinbergblick« gibt es Infos und Spiele. In der Kindertagesstätte im »Haus am Park« spielt ein Kasperletheater. Fußballfans können sich am »WM-Elfmeterschießen spezial« versuchen. Gegen 16 Uhr zeigt die Trachtengruppe Neuhausen Volkstänze, um 16.30 Uhr gibt die Eintracht Metzingen ein Chorkonzert. Einladend ist an diesem Tag auch das neue »Café Weinberg.

 

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> HAUS AM WEINBERG < in Metzingen

Erscheinungsdatum: Donnerstag, 17. Juni 2010

                     von GABI PIEHLER

Zentrale Lage und hoher Komfort

Nach zwei Jahren Bauzeit jetzt fertiggestellt: das Haus am Weinberg. Foto: Gabi

Am Sonntag ist  "Tag der offenen Tür"  mit Festgottesdienst und großem Programm

 

Das neue Pflegeheim »Haus am Weinberg« ist fertig. Grund genug für den Evangelischen Diakonissenring Metzingen e.V. die Bevölkerung zu einem »Tag der offenen Tür« einzuladen. Geschäftsführer Andreas Gaida und sein Team freuen sich auf viele Besucher, die am Sonntag, 20. Juni, ab 10 Uhr den Festgottesdienst besuchen dürfen. Im Anschluss daran gibt es verschiedene Programmpunkte bis 17 Uhr. Dazu gehören diverse Hausführungen. Im Hof spielt Live-Musik, der Chor der Eintracht gibt ein Konzert, die Trachtengruppe Neuhausen führt Tänze auf und vieles mehr.

 

Das neue Café hält leckere Mittagessen bereit sowie abwechslungsreiche Kuchen und Torten samt Kaffee. Es gibt aber auch erfrischendes Eis, eine Weinverköstigung und eine Saftbar. Wer nicht zu Fuß das relativ große Gelände beschreiten will, der kann bequem in einer Rikscha Platz nehmen. Und passend zur Fußballweltmeisterschaft gibt es im Außenbereich zum Park ein WM-Eimerschießen-Spezial. Für die Kleinen spielt‘s Kasperle.

 

Das neue Haus

Die Öffentlichkeit hatte bereits vor zwei Jahren Gelegenheit das »Haus am Park« kennenzulernen. Nun ist das zweite Gebäude, das »Haus am Weinberg« fertig und wird seiner Bestimmung übergeben. Nach zwei Jahren Bauzeit können die Bewohner am Dienstag, 22. Juni, mit dem Umzug beginnen. Vorhanden sind 72 Pflegeplätze, wobei die Wohn- beziehungsweise Nutzungsform ziemlich unterschiedlich ist. Im »beschützenden Bereich« gibt es 23 Plätze, wovon derzeit nur noch acht zur Verfügung stehen. Im Pflegebereich gibt es noch genügend Unterbringungsmöglichkeiten. Zudem bietet die »Tagespflege Weinbergblick« im Erdgeschoss 14 Personen Platz. Die Räumlichkeiten sind nach den neuesten Maßstäben eingerichtet und verfügen über jeglichen Komfort. Da das Haus direkt am Weinberg liegt, wurde im Außenbereich auf das Anlegen junger Weinstöcke viel Wert gelegt.

 

Die Baukosten

Die Investitionskosten für das »Haus am Weinberg« betragen 8,3 Millionen Euro, die Gesamtkosten für beide Häuser liegen bei 17,2 Millionen Euro. Unterstützt wurde das große Bauvorhaben durch Fördermittel des Kommunalverbandes Jugend und Soziales Baden- Württemberg, dem Landkreis Reutlingen, der Stadt Metzingen und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

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Neuer Raum für das Alter

Erscheinungsdatum: Samstag, 29. Mai 2010

                     von MARKUS PFISTERER

Das »Haus am Weinberg« ist so gut wie fertig. Der Evangelische Diakonissenring weiht das Gebäude Ende Juni ein.

Viel Glas lässt Licht ins Haus. Tagespflege und Café sind schon eingezogen.

METZINGEN. Draußen schaffen noch die Gartengestalter, drinnen die Innenausstatter. Nur noch wenig ist zu tun am »Haus am Weinberg«.

Am 20. Juni übergibt der Evangelische Diakonissenring Metzingen seinen zweiten Neubau in zwei Jahren mit einem Tag der offenen Tür seiner Bestimmung. Das dreistöckige Gebäude ersetzt wie das im Juni 2008 eröffnete »Haus am Park« einen abgerissenen Altbauteil.

 

Beide Neubauten prägt die T-Form. »Die Arbeiten am 'Haus am Weinberg' laufen optimal. Wir können es zum geplanten Zeitpunkt einweihen«, kann Bernhard Feige vermelden, Personalleiter beim Evangelischen Diakonissenring.

Seit September 2008 haben die Bauarbeiter ein Haus hochgezogen, das bei allem Volumen nicht klotzig wirkt. Viel Glas an Balkonen und Treppenhäusern lässt Licht in die Zimmer fluten. Diejenigen im zweiten und dritten Stock dienen Menschen in Kurzzeitpflege - von einer Woche bis hin zu Monaten - genauso wie solchen der stationären, also langfristig angelegten Pflege. Im ersten Geschoss ist ein beschützter Bereich entstanden, der besonders für Demenzkranke geeignet ist. 72 Pflegeplätze bietet das Haus insgesamt.

Die Tagespflege ist mit weiteren 14 Plätzen schon ins Erdgeschoss eingezogen. Dort hat auch ein Café Platz gefunden, gedacht für Bewohner und Gäste des gesamten Altenzentrums. Das Personal findet Büros und einen großen Seminarraum vor.

Ein wettergeschützter Übergang führt vom »Haus am Weinberg« hinüber ins »Haus am Park«, dem Mehrgenerationenhaus, das auch eine Kindertagesstätte beherbergt. Beide Gebäude bilden eine Kosteneinheit: Die Bauabschnitte zusammen erforderten Investitionen von 17,2 Millionen Euro. Gut die Hälfte davon, schätzt Feige, entfielen auf das Haus am Weinberg. Zuschüsse für die Großbauvorhaben bekam der Diakonissenring vom Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg, dem Landkreis Reutlingen, der Stadt Metzingen und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

 

Schon viele Anfragen

 

Nicht mehr lange liegt der Neubau leer in seinem dem Weinberg zugewandeten Hof, um den die Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen Weinstöcke pflanzen will. Nach dem Tag der offenen Tür, also ab dem 22. Juni, können die Pflegebedürftigen ein- oder umziehen. Und es gibt Bedarf, nicht nur bei den jetzigen Bewohnern des Altenzentrums. »Wir hatten schon eine ganze Menge Anfragen für die Pflegezimmer«, legt Bernhard Feige offen. Im beschützenden Bereich etwa sind nur noch acht der 23 Plätze offen. Neuer Raum für das Alter in einer sich wandelnden Gesellschaft.

 

Tag der offenen Tür

 

Sechs Stunden lang, von 11 bis 17 Uhr, öffnet das Haus am Weinberg am Sonntag, 20. Juni, seine Türen für alle. Schon um 10 Uhr hält Pfarrer Dr. Jörg Lamparter den Festgottesdienst. Anschließend gibt es immer wieder Führungen durch den Neubau. Viel Musik klingt obendrein durchs Altenzentrum: Von 12 bis 14 Uhr spielt eine Band, um 16.30 Uhr gibt die Eintracht Metzingen ein Chorkonzert; die Trachtengruppe Neuhausen tanzt. Das Team der Kindertagesstätte spielt Kasperletheater, an die Fußball-WM erinnert ein Eimerschießen und darben muss auch niemand.    (pfi)

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Wohnen in lichten Räumen

Erscheinungsdatum: Donnerstag, 27. Mai 2010

                     von PETER SWOBODA

Hell, modern, freundlich - so zeigt sich das neue Pflegeheim Haus am Weinberg, das nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt ist.

Knapp ein Jahr nachdem Richtfest gefeiert wurde, ist der zweite Teil des Neubaus des Altenzentrums, das Pflegeheim Haus am Weinberg, fertig. Am 20. Juni wird groß gefeiert mit einem Tag der offenen Tür.

 

Nachdem vor zwei Jahren bereits der erste Neubau am Altenzentrum, das Haus am Park, bezogen werden konnte, wird demnächst die Fertigstellung des zweiten Baus, das Haus am Weinberg, gefeiert.

 

Im September 2008 war Grundsteinlegung für das zweite Gebäude und so freut man sich beim Diakonissenring zurecht über den zügigen Baufortschritt und die Fertigstellung des Hauses am Weinberg dieser Tage. "Wir sind stolz und dankbar", so Geschäftsführer Andreas Gaida, "dass alles so gut geklappt." Das Haus am Weinberg ist ähnlich konzipiert wie das Haus am Park, bewohnerorientiert, modern und lichtdurchflutet. Das Gebäude schließt direkt an die bisherige Pforte an, die allerdings auch in den Neubau integriert wurde und künftig Empfang genannt werden soll.

 

In einem Flügel des Erdgeschosses wird die Tagespflege mit 14 Plätzen untergebracht sowie Verwaltungsräume. Außerdem wurde dort ein Café integriert, das als Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter gedacht ist. Blickt man aus dem Neubau in Richtung des Weinbergs, sieht man auf den neuen Garten, in dem von der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen fachgerecht Weinstöcke gepflanzt werden sollen. Darüber freut sich Andreas Gaida: "Ich finde es Klasse, dass die Weingärtner uns da so unterstützen."

 

Vom Erdgeschoss gelangt man durch einen Verbindungsgang zum Haus am Park. Auf dem Weg dorthin trifft man auf die Kirchenfenster aus dem Altbau, die dort eingebaut wurden. Davon zeigt sich Architektin Alexandra von Wistinghausen vom Stuttgarter Büro Rutschmann-Goldbach sehr angetan, dies tue dem Neubau gut.

 

Für Bewohner, die eines besonderen Schutzes bedürfen, wurde im ersten Obergeschoss ein entsprechender Bereich eingerichtet. Dazu gehören auch an Demenz Erkrankte. Vom ersten Obergeschoss aus können die Bewohner ebenfalls einen Garten erreichen. Das bewohnerorientierte Konzept wird hie anschaulich. Im zweiten Obergeschoss findet man einen reinen Wohnbereich mit sieben Zimmer in jedem Flügel. Darunter ist auch ein Doppelzimmer.

 

Die Bewohner eines jeden Flügels bilden eine Gruppe, für die ein gemeinsames Esszimmer zur Verfügung steht und ein Gemeinschaftsraum. Geschäftsführer Andreas Gaida hält es für wichtig, auch Doppelzimmer anbieten zu können, weil im Altenzentrum des evangelischen Diakonissenrings auch Ehepaare wohnen, die selbstredend zusammen wohnen wollen.

 

Schreitet man auf der großzügig geschwungenen Treppe weiter ins dritte Obergeschoss, hat man nicht nur einen grandiosen Blick auf Metzingen, sondern man steht unter der großen Lichtkuppel, die den Treppenaufgang durchflutet. Insgesamt hat der Evangelischen Diakonissenring 17,4 Millionen Euro für beide Neubauten investiert. Dabei konnte die der Gesamtbetrag immerhin um 200 000 Euro reduziert werden.

 

Einige kleinere Arbeiten sind am und im Haus am Weinberg noch zu erledigen, aber am Sonntag, 20. Juni, lädt der Diakonissenring von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür, zu dem die alle Bürger eingeladen sind. Es gibt Infos zu den Angeboten im Haus, Musik, Chorgesang und Volkstanz. Geboten werden ferner Rikscha-Touren, Spiele und Kasperletheater, ein WM-Eimer-Schießen und vieles mehr. Dazu werden jede Menge kulinarische Köstlichkeiten geboten. Und natürlich kann das Haus am Weinberg besichtigt werden.

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Mit Humor und Musik

Erscheinungsdatum: 22. Mai 2010

                     von MARA SANDER

Ist auch mit 105 Jahren noch sehr lebensfroh: Maria Charrier. Foto: Mara Sander

Maria Charrier ist seit gestern 105 Jahre alt. Und was tut sie in diesem Alter? Sie freut sich schon auf den nächsten Geburtstag.

"Wenn ich morgens aufwache, bete ich, dass der liebe Gott mich doch noch ein bisschen leben lassen möge, zusammen mit so netten Menschen", erzählte Maria Charrier ihren Gratulanten zum gestrigen 105. Geburtstag. "Ich glaube, der lässt mich noch ein bisschen leben, weil ich ihm noch zu lebhaft bin", sagt sie mit verschmitztem Lächeln.

 

Dass sie als Kind "ein richtiger Wirbelwind" war, kann sich jeder vorstellen, der sie erlebt, denn sie nimmt auch jetzt noch regen Anteil am Leben. "Ich bin froh, dass ein bissle noch was drin ist im Kopf", freut sie sich über ihren Geisteszustand und ist allenfalls etwas traurig, dass sie schwerhörig ist. Ein Hörgerät möchte sie trotzdem nicht. Auch, dass sie nicht mehr so singen kann wie früher, als sie sogar in einer Operette auf der Bühne stand, gefällt ihr zwar nicht so gut, aber "so ist halt das Leben. Man muss nehmen, wie es kommt", sagt sie.

 

Ihren Humor hat sie sich bis ins hohe Alter bewahrt. "Humor und Musik habe ich von meinem Vater geerbt", berichtet sie und zeigt dem Geschäftsführer des Altenzentrums vom Evangelischen Diakonissenring, Andreas Gaida, Fotos aus alten Zeiten und erzählt kleine Geschichten dazu. Im Altenzentrum fühlt sie sich seit 1996 sehr wohl, konnte damals aber noch fast alles selbst machen. Das hat nachgelassen. "Jetzt kann ich nichts mehr machen", sagt sie. Aber wenn es um ihre Frisur geht, greift sie schon mal selbst zum Kamm, wenn nicht jedes Haar richtig sitzt. Im Rollstuhl bewegt sie ihre Füße und versucht soweit wie möglich noch selbst etwas zu tun.

 

Als Stadträtin Sibylle Küßner Glückwünsche von Ministerpräsident Stefan Mappus und Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler überbringt, strahlt sie, wie überhaupt die vielen Besucher am Ehrentag ihr Herz erfreuen. Unter ihnen ist auch eine "Altersgenossin", denn Paula Raissle ist mit 104 Jahren nur wenig jünger und schaut auch ohne Geburtstag öfter mal bei ihrer Mitbewohnerin vorbei.

 

Maria Charrier ist Metzingens zweitälteste Einwohnerin und die Älteste im Altenzentrum. "Ich bin immer ein froher Mensch gewesen", erzählt sie, auch wenn sie viel durchgemacht habe. Sie ist sicher, wenn der Zeitpunkt kommt, "kann ich zufrieden sterben." Aber zuerst einmal feiert sie mit ihren Verwandten, die zum Geburtstagsessen in einem Restaurant abholen und hat dann auch viel zu tun, ihre Geschenke auszupacken und sich an den vielen Blumen zu freuen. Und eigentlich möchte sie das alles gerne auch im nächsten Jahr noch einmal erleben, "denn das hat mir so gut getan mit Ihnen zu reden", verabschiedet sie sich strahlend von den Gratulanten.

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Einweihung des Pflegeheims im Haus am Weinberg

Erscheinungstermin: Juni 2010

Nachdem wir im Juni 2008 unser Haus am Park beziehen konnten, freuen wir uns nun, dass der zweite Bauabschnitt mit dem »Haus am Weinberg« im Juni 2010 fertig wird. In hellen und freundlichen Räumen gibt es Wohnbereiche, die Tagespflege, Orte der Begegnung, ein schönes »Café am Weinberg«, Seminarräume und im Zentrum der »Marktplatz« mit neu gestaltetem Empfang.

 

Viele Personen haben zum Gelingen des Bauprojekts beigetragen. Es tut gut, dass sich viele Ehrenamtliche aus Metzingen und Umgebung mit großer Treue bei den verschiedenen Aufgaben und Betreuungsangeboten im Haus einsetzen und es viele Beziehungen und gute Kontakte zur Gesamtkirchengemeinde in Metzingen gibt - dafür sind wir sehr dankbar. Unser Dank gilt aber vor allem unserem großen Gott, der bei all den Herausforderungen und Planungen segnend und schützend seine Hände über die Arbeit gehalten hat. Dies soll auch gerade beim Festgottesdienst am 20. Juni zum Ausdruck kommen.

 

Die Türen sind am 20. Juni 2010 für Sie geöffnet. Von 11 bis 17 Uhr gibt es viele Angebote und Infostände. Dazu gibt es ab 11:30 Uhr ein leckeres Mittagessen, Kaffee und Kuchen im »Café am Weinberg« und weitere kulinarische Angebote. Gegen 17 Uhr ist ein »Impuls auf den Weg« geplant. Sie sind herzlich eingeladen!

 

Bernhard Feige

Evangelischer Diakonissenring Metzingen e.V.

Personalmanagement

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Diakonie hautnah erlebt!

Erscheinungsdatum: März 2010 - auf der Website der Evang. Kirche in Metzingen

                     von PFARRER BERND WEIßENBORN

Für die Konfirmanden des Bezirks Martinskirche West war es ein ereignisreicher Nachmittag. Sie verbrachten zusammen mit ihrem Pfarrer B. Weißenborn 2 Stunden im Ev. Diakonissenring Metzingen und hatten dort interessante und nachdenkliche Begegnungen mit einigen Heimbewohnern. Eine war 103 Jahre. Zuvor hatten die Diakonissen erzählt, wie sie selbst in ihre Arbeit berufen wurden, wie am Anfang die Pflege von Kindern stand und wie sich das Werk schließlich weiterentwickelt hat.

Konfirmanden des Bezirks Martinskirche West mit Diakonisse Gertrud Kost beim Besuch im Evang. Diakonissenring Metzingen

Einmal mehr wurde den jungen Menschen deutlich, dass Gemeinde auch eine soziale, diakonische Seite hat und dass es zum Glauben auch hin zu gehört, Menschen zu helfen, besonders gilt dies den Kranken und Alten gegenüber.

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Hilfe, wenn es nottut

Erscheinungsdatum: Samstag, 20. 2. 2010

Ein Café und die eigene Wohnung im Seniorenhaus

Haus am Weinberg: Der Evangelilsche Diakonissenring realisiert den zweiten Bauabschnitt des Metzinger Altenzentrums.

Metzingen/Riederich

 

Jeder fünfte Deutsche ist heute über 65 Jahre alt. Pflegekonzepte, die ein menschenwürdiges Altern erleichtern, sind wichtiger denn je. Im Ermstal entstehen jetzt wieder zwei neue Seniorenzentren.

Der Weg in ein Altenzentrum muss nicht das Ende der Selbstständigkeit bedeuten. Immer mehr Seniorenhäuser setzen auf eine Mischung zwischen traditionellen Pflegeplätzen, Tagespflege und (auf Wunsch) betreuten Wohnungen für ältere Menschen. Ein solches Projekt will der Nürtinger Investor Attila Kowatsch jetzt auf dem Riedericher "Baldauf-Areal" verwirklichen.


Der Betreiber des Alten- und Pflegeheimes "Marienstift" in Nürtingen plant im neuen Baugebiet der Ermsgemeinde ein Haus mit 36 Pflegeplätzen, einer Tagespflege, beispielsweise für Demenzkranke und zusätzlichen Appartements im Dachgeschoss. Zwischen fünf und sieben Wohnungen sind vorgesehen - wobei die Senioren, die sich dort niederlassen, je nach Bedarf auf die Pflege der Fachkräfte im Seniorenhaus zurückgreifen können.

 

Hilfe, wenn es nottut - aber ein Leben in den "eigenen vier Wänden" - ohne dem typischen Heimcharakter: Prominente wie der ehemalige SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel und das Schauspieler-Ehepaar Nadja Tiller und Walter Giller machen es vor. Sie leben mittlerweile in ähnlich konzipierten Senioreneinrichtungen in München und Hamburg.

 

Am genauen Konzept für das neuen Riedericher Haus feilt Investor Attila Kowatsch noch - auch hat der Riedericher Gemeinderat noch nicht endgültig grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die Räte werden im März noch einmal über Planungsdetails befinden; noch im Frühjahr wird der Unternehmer aus Nürtingen dann seinen Bauantrag stellen, rechnet Riederichs Bürgermeister Klaus Bender.

 

Verwaltungschef und Gemeinderat halten den Standort in der Ortsmitte schon deshalb geeignet für ein Seniorenhaus, weil die Bewohner von kurzen Wegen ins Zentrum profitieren. Läden, Restaurants und Veranstaltungen sind in der Nähe - ein erklecklicher Faktor in einer Zeit, in der das körperliche Altern immer mehr erleichtert wird, unterstützt durch die Medizin. Nicht jeder künftigen Seniorenhaus-Bewohner wird so pflegebedürftig sein, dass ein Spaziergang nicht mehr möglich ist.

 

Während das Riedericher Seniorenprojekt noch mitten in der Planungsphase steckt, wird in Metzingen seit Jahren für die Altenpflege gebaut: Der Evangelische Diakonissenring realisiert hinter seinem ehemaligen Seniorenhaus derzeit den zweiten Teil des neuen Altenzentrums. Auch dort sollen unter anderem 14 Tagespflegeplätze entstehen - außerdem ein Café, das als Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter dienen soll.

 

Kein Gegensatz dazu, sondern ein weiterer Mosaikstein für das vielfältige Leben in einem Seniorenhaus: Im ersten Obergeschoss des neuen Metzinger Altenzentrums soll ein Bereich für Bewohner eingerichtet werden, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

 

Als Bezugstermin für das neue "Haus am Weinberg" hatten die Planer den Mai diesen Jahres anvisiert. Dabei handelt es sich um den zweiten Abschnitt des Altenzentrum-Neubaus in Metzingen. Der erste Abschnitt, das "Haus am Park", ist seit Mitte 2008 bezogen.

Auf dem Riedericher "Baldauf-Areal", dem Wohngebiet in der Ortsmitte, soll ein Seniorenzentrum mit Wohnungen unterm Dach entstehen. ~~ Foto: Thomas Kiehl