Adventstür

Erscheinungsdatum: Donnerstag, 24. 12. 2009

Jung und Alt

"Ihr Kinderlein kommet", so klangen vergangenen Montagnachmittag junge und alte Stimmen vereint durch die Räume des Altenzentrums Metzingen

Metzingen. 

"Ihr Kinderlein kommet", so klangen vergangenen Montagnachmittag junge und alte Stimmen vereint durch die Räume des Altenzentrums Metzingen. Im Rahmen des schon seit einigen Jahren bestehenden Kontakts zwischen dem Kindergarten Friedenskirche und dem Altenzentrum waren die Kinder gekommen, um den Bewohnern ihr eifrig einstudiertes Weihnachtsprogramm vorzuführen, wobei auch das gemeinsame Singen nicht zu kurz kam.

 

Vorweihnachtliche Stimmung stellte sich aber auch bereits davor ein, als die mittleren Kindergartenkinder in Kleingruppen ins Altenzentrum gingen, um gemeinsamen mit den Senioren für Weihnachten zu backen. Für die Kinder ist es faszinierend zu sehen, dass die alten Menschen genauso Plätzchen backen und auch früher gebacken haben und genau die gleichen Lieder singen, wie sie.

 

Wenn die alten Menschen von ihrer Kindheit erzählen, ist die Begeisterung der Kleinen riesig. Und bei den alten Menschen werden viele Erinnerungen wachgerufen, sie fühlen sich durch die unbefangene Art der Kinder angenommen und lassen sich von deren Lebensfreude anstecken. Das sind einfach schöne Momente - für Jung und Alt. Deshalb sollen auch in den kommenden Jahren diese generationsübergreifenden Kontakte weiter bestehen bleiben.

 

"Kinder, kommt Ihr bald wieder?" "Ja, aber dann singen wir: "Häschen in der Grube."

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Topfit und bibelfest

Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2009

  • Pauline Raissle feiert in Metzingen ihren 104. Geburtstag.
  • Besonders interessiert ist sie an den Mitmenschen.

Pauline Raissle feiert heute in Metzingen ihren 104. Geburtstag. FOTO: MAR

METZINGEN/RIEDERICH

 

Wer Pauline Raissle erlebt, kann nicht glauben, dass sie heute 104 Jahre alt, oder besser gesagt jung wird. Geistig topfit und körperlich gesund - »Ich hab mein Leben lang keinen Doktor gebraucht; bis auf gebrochenen Fuß und die Hüfte« - unterhält sie sich angeregt mit Besuchern.

Ihr Erinnerungsvermögen ist ebenso beeindruckend wie ihre Bibelkenntnisse. Am Liebsten spricht sie über den Glauben, der ihr Leben bestimmt. Und für jedes Thema weiß sie eine passende Bibelstelle, hat damit einen Rat für jede Lebenslage und sorgt sich auch um die Seelen ihrer Mitbewohner.

 

Erste Brille mit 100 Jahren

Sie füttert täglich eine Mitbewohnerin und hat für jeden Zeit, der etwas mehr über Gott und den Glauben wissen will. Die rüstige und lebensfrohe Seniorin hat erst mit 100 Jahren eine Brille bekommen und in jeder Beziehung noch den Durchblick. »Frau Raissle ist an vielem interessiert, besonders auch an ihren Mitmenschen. Manchen Mitbewohner begleitet sie im Sterbeprozess, hält ihre Hand und betet für sie«, berichtet die Stationsleiterin Anika Backhaus vom Altenheim des evangelischen Diakonissenrings in der Metzinger Elsa-Brändström-Straße.

»Frau Raissle ist immer unterwegs, nimmt an Veranstaltungen teil und spricht meistens auch die Tischgebete«, erzählt sie über den Tagesablauf der Seniorin, die »nie in ein Altersheim wollte«, sich aber sehr wohl fühlt dort.

Heute feiert sie mit ihren fünf Töchtern mit Familien, dazu gehören acht Enkel und neun Urenkel, und kann den Geburtstagskuchen noch mit zweiten Zähnen essen.

 

Besuch vom Bürgermeister

Und sie freut sich besonders auf den Besuch von Riederichs Bürgermeister Klaus Bender, wo sie bis vor fünf Jahren gelebt hat. »Und das der Pfarrer kommt«, ist ihr natürlich auch eine große Freude. Frau Raissle ist Riederichs älteste Mitbürgerin, in Metzingen sind noch zwei Damen älter als sie. (mar)

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Stark durch ihren Glauben

Erscheinungsdatum: Mittwoch, 14. 12. 2009

                     von MARA SANDER

Pauline Raissle wird heute 104, ist aber noch lange nicht alt

Pauline Raissle ist mit 104 Jahren immer noch aktiv

Sie ist die drittälteste Metzingerin, fühlt sich deshalb aber noch lange nicht alt: Pauline Raissle feiert heute ihren 104. Geburtstag im Kreise ihrer Familie. Und dies bei beeindruckender Gesundheit.

Metzingen/Riederich.

"Ins Altersheim wollte ich nie, aber ich bin jetzt sehr gerne hier", erzählt Pauline Raissle munter bei einem Besuch im Altersheim des evangelischen Diakonissenrings kurz vor ihrem 104. Geburtstag. Den feiert sie heute mit ihren fünf Töchtern und deren Familien. Ihre acht Enkel "sind alles Buben", bei den neun Urenkeln gibt es Buben und Mädchen.

 

Das hohe Alter merkt ihr niemand an, denn die Seniorin ist geistig topfit und körperlich gesund. "Ich hab mein Leben lang keinen Doktor gebraucht, außer beim gebrochenen Fuß oder für das neue Hüftgelenk", sagt sie und kann noch mit eigenen Zähnen beißen. Eine Brille hat sie erst als 100-Jährige bekommen, kann aber noch gut sehen. Nur mit dem Hören ist es etwas schlechter geworden, allerdings nur was die Ohren anbelangt, denn viel schlimmer sei, "dass die meisten Menschen schwerhörig sind für Gottes Wort", sagt sie. Und da kann man in ihrem Fall sicher sein, dass sie hellhörig ist, denn ihr Leben ist vom Glauben geprägt und auf Gott ausgerichtet.

 

Der Glaube ist auch ihr Lieblingsthema, bei dem ihr so leicht niemand etwas vormachen kann, denn sie ist absolut bibelfest und weiß für jede Lebenssituation eine passende Bibelstelle mit Angabe, wo diese steht. "Ich habe mein Leben lang in der Bibel gelesen, da steht alles drin, was man zum Leben braucht", ist sie felsenfest überzeugt und kennt auch Gebete und Liedtexte auswendig. Doch nicht nur ihre Bibelkenntnisse sind beeindruckend, sondern auch ihr Erinnerungsvermögen und ihr Namensgedächtnis. Sie kennt viele Mitbewohner, hat für jeden Trost in schwierigen Situationen, bringt manche sogar wieder oder überhaupt erst "auf den Weg zu Gott" mit ihrem Glauben.

 

Für Gespräche über den Glauben und Gebete für andere Menschen nimmt sie sich viel Zeit, nimmt niemandem übel, wenn er oder sie nicht an Gott glaubt, und sie lässt auch nichts unversucht jemandem Gott näher zu bringen. Das kann ein Hinweis auf Gottes Schöpfung sein, sich auch über Tiere und Pflanzen zu freuen, ein Gebet oder Überzeugung durch Wissen aus der Bibel. Wer nichts von Gott wissen will, für den betet sie. Auch das tägliche Tischgebet spricht meistens sie. "Frau Raissle ist an vielem interessiert, besonders auch an ihren Mitmenschen", berichtet die Stationsleiterin Anika Backhaus. So füttert die Seniorin zum Beispiel täglich eine Mitbewohnerin und hat für jeden ein offenes Ohr. Wenn jemand sich im Sterbeprozess befindet, die oder den sie kennt, sitzt sie am Bett, hält die Hand und betet.

 

In ihrem Zimmer ist sie selten anzutreffen, denn schließlich muss sie außer ihren Mitbewohnern auch ihre gefiederten Freunde auf dem Flur besuchen oder draußen beobachten. "Frau Raissle ist immer unterwegs, nimmt an den Veranstaltungen teil", erzählt die Stationsleiterin über die aktive Seniorin, die drittälteste Metzingerin und älteste Bürgerin in Riederich, wo sie bis zum Umzug ins Altersheim lebte. Darum freut sie sich auch besonders auf den Besuch von Riederichs Bürgermeister Klaus Bender. "Der ist bisher jedes Jahr gekommen", erzählt sie lebhaft und freut sich auch darauf, "dass der Pfarrer kommt."

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Essen nach Wunsch

Erscheinungsdatum: Dienstag, 8.12.2009

                     von BERNHARD FEIGE

Adventskalender

Freuen sich, den Bewohnern ein besonderes Angebot zu bieten: Mirjam App, Wolfgang Bastians und Andreas Gaida.

In dieser Adventszeit findet im Altenzentrum des Evangelischen Diakonissenrings in Metzingen eine besondere kulinarische Aktion statt.

Wolfgang Bastians, Küchenmanager der Firma Kompa Care, überreichte ganz besondere Weihnachtsbäume stellvertretend für das ganze Haus an Andreas Gaida, den Geschäftsführer und an Mirjam App, die neue Pflegedienstleitung.

 

Nach einer Idee von Bastians wurden seit Oktober Essenswünsche und Lieblingsessen der Bewohner im Altenzentrum gesammelt. Dann stellten die Küchenmanger Bernd Unger und Wolfgang Bastians aus diesen Wünschen einen Weihnachtswunschessensplan zusammen, der für den Zeitraum vom 1. bis 24. Dezember gilt.

Diese Weihnachtsessen wurden dann kreativ als Weihnachtsbäume gestaltet, die von einer Küchen-Firma aus Wildberg aus Holz ansprechend gefertigt wurden. Nun können die Bewohner jeden Tag auf ihrem Bereich nachschauen, welches Wunschessen in der Küche zubereitet wird.

 

Pflegedienstleiterin Mirjam App und Andreas Gaida sind von der Idee ganz begeistert. App meinte dazu: "So etwas finde ich klasse. Diese Aktion kommt den Bewohnern direkt zugute".

 

Besucher können derzeit am Empfang des Altenzentrums einen Weihnachtswunschessensbaum als Anschauungsexemplar begutachten. Der Appetit und die Vorfreude auf das Essen werden dabei sicher angeregt.

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Den erfolgreichen Weg mutig weiter gehen

Erscheinungsdatum: Dienstag, 13.10.2009

                     von WIELAND LEHMANN

Diakonissenring begeht im Altenzentrum unter großer Anteilnahme sein Jahresfest

Der Festsaal des Altenzentrums war am Sonntag proppevoll. ~~~ Foto: Wieland Lehmann - Metzinger Volksblatt

Unter dem Motto "Dankbar zurückblicken und mutig voraus" beging der Diakonissenring am Sonntag sein Jahresfest. Nach einem Gottesdienst erlebten die Gäste im Altenzentrum eine festliche Begegnung.

 

Metzingen 

Der Festsaal des Altenzentrums machte am Sonntag wieder einmal seinem Namen alle Ehre. Lange geschmückte Kaffeetafeln luden zu einem Nachmittag ein, der nicht nur der Begegnung Ausdruck gab, sondern auch den bisherigen Weg deutlich machte und auf künftige Aufgaben orientierte. Zuvor wurde in der Friedenskirche der Gottesdienst gefeiert, den der Römersteiner "Chor Hohes C" und Dr. Wilfried Neumaier an der Orgel begleiteten. Im Mittelpunkt stand der Psalm 103, der in gemeinsamem Wechsel gesprochen wurde und den Prälat Dr. Christian Rose zum Thema seiner Predigt nahm. Was bereits hier an Dankbarkeit zum Ausdruck kam, fand im Altenzentrum seine Fortsetzung.

 

Mit einer schwungvollen Eigenimprovisation leitete Wilfried Neumaier diesen Teil des Jahresfestes, zu dem sich auch zahlreiche Gäste und Heimbewohner eingefunden hatten, ein. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler bekannte, dass bereits der Gottesdienst ihn von der Hektik des Arbeitsalltags gelöst habe. Auf das Motto eingehend, erinnerte er an die bescheidenen Anfänge der Schwesternschaft und ihren Willen, zu helfen. Säuglings- und Kinderheim und schließlich das Altenheim, das heute besser als Altenzentrum benannt ist, verweisen auf den erfolgreichen Weg des Diakonissenrings und des Fördervereins. Seit mehr als 40 Jahren ermögliche man hier Menschen ein würdevolles Leben im Alter. Der Neubau und das sich in der Bauphase befindende Haus seien in ihrer Größe "etwas Besonderes". Dabei war er beim zweiten Teil des Mottos, "mutig voraus". Und mit der Kita am Park habe man eine beispielhafte Lösung von Jüngsten und Älteren unter einem Dach realisiert.

 

Nach dem Kaffeetrinken gab Geschäftsführer Andreas Gaida seinen Jahresbericht. Der war durchaus keine trockene Berichterstattung über Geleistetes und Künftiges. Er machte an den Mottos, unter denen sein Jahresbericht der beiden vorigen Jahresfeiern stand, die inhaltliche Entwicklung zum dankbaren Rückblick deutlich. Mit seinen Ausführungen zu "Weiterwachsen - Zusammenwachsen" und "Zusammenhang - Zusammenhalt" ließ er die diakonische Arbeit und ihre Wirkung auf und für Menschen als Fortschreiten in einem christlichen Werk erkennen.

 

Mit seinem diesjährigen Motto "Entspannung - Klärung" blickte er in die Zukunft. Der zweite Bauabschnitt des Altenzentrums gehe gut voran, im Juni 2010 werde der Neubau eröffnet. Doch man sei hier auch an die finanziellen Grenzen gestoßen. Dafür gehe ein Gebäudekomplex der Vollendung entgegen, der ein "Pflegeheim mit hohem Wohnwert" darstelle. Im "Haus am Weinberg" gebe es auch einen Raum der Stille und eine größere Cafeteria. Der Geschäftsführer ließ schon mal für letzteres einen Vorentscheid für die Namensgebung per Beifallstärke ermitteln. "Café am Weinberg" und "Café Kränzchen" waren als Favoriten zu erkennen.


Andreas Gaida verwies aber auch auf die Verschärfung des Wettbewerbs. "Unser Ziel ist es, durchzuhalten. Wir können zu den Gewinnern gehöre", so Gaida.

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Ein Genuss: "Auswärts" essen

Erscheinungsdatum: Montag, 10.8.2009

                     von BERNHARD FEIGE

Altenheimbewohner zu Gast im "Schwanen"

Frau Allgaier (links) mit verschiedenen Bewohnern beim kulinarischen Fest.

 

 

Wie in jedem Jahr wurden auch heuer wieder Bewohner des Altenheims des Diakonissenring in den "Schwanen" eingeladen und bewirtet.

 

 

Metzingen 
Eine freudige Aufregung herrschte wie in jedem Jahr, als ein Teil der Bewohner des Altenheims Evangelischer Diakonissenring Metzingen der Einladung des Hotels Schwanen zum kostenlosen Essen erfolgte. Zwar bekommen die Bewohner im Altenzentrum ein ausgewogenes, nährstoffreiches und schmackhaftes Essen, aber "auswärts essen" und dann noch in einem vornehmen Restaurant, das ist doch für die Mehrzahl der Bewohner etwas ganz Besonderes geworden.

Die Inhaber Anna-Maria und Dieter Wetzel vor ihrem Hotel Schwanen

So sind in den vergangenen Wochen jeweils montags die Bewohner, soweit sie noch mobil sind, von den Mitarbeitern der Technik in Kleingruppen zum nicht alltäglichen "Stadtgang" gefahren worden.

 

Und so war es dann auch ein großes Ereignis: In gemütlicher Atmosphäre saßen alle um den Tisch, ließen sich rundherum verwöhnen und genossen ihr Essen sichtlich. Und das alles auch noch ohne bezahlen zu müssen - einfach als Gast.

Erwartungsvoll und ganz schön hungrig ...

Der Evangelische Diakonissenring bedankte sich herzlich bei der Familie Wetzel, die dieses Ereignis seit Jahren für die Bewohner ermöglicht und damit vielen Älteren eine große Freude macht. Was war wohl das meistbestellte Gericht? Schnitzel mit Pommes und Spargel mit Flädle haben sehr eng beieinander gelegen, aber letztendlich konnte wirklich jeder sein "Leibgericht" auf der Karte finden. Satt, glücklich und müde wurden alle dann wieder von den Mitarbeitern abgeholt. Sicherlich wird dieser Tag den Bewohnern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

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Ein Haus, lichtdurchflutet und freundlich

Erscheinungsdatum 11. Juli 2009

                    von PETER SWOBODA

Der zweite Bauabschnitt des Altenzentrums-Neubaus ist im Rohbau fertig

Der Rohbau des Hauses am Weinberg steht bereits. Foto: Thomas Kiehl

Knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung für den zweiten Teil des Neubaus des Altenzentrums ist der Rohbau fertig. Dies hat der Diakonissenring Mitte der Woche mit einem Grillfest gebührend gefeiert.

 

Metzingen  Angesichts des zügigen Baufortschritts macht sich beim Evangelischen Diakonissenrings Vorfreude breit auf den zweiten Neubau des Altenzentrums. Nachdem im Juni des vergangenen Jahres der erste Teil, das Haus am Park, bezogen werden konnte, ging man daran, das ehemalige Hauptgebäude abzureißen.
 
Im September 2008 schließlich war Grundsteinlegung für das zweite neue Gebäude, Haus am Weinberg. Mittlerweile ist der Rohbau abgeschlossen, was auch schon mit einem Grillfest gefeiert wurde. Nun hat der Innenausbau begonnen. Das Haus am Weinberg ist ähnlich konzipiert wie das Haus am Park, bewohnerorientiert, modern und lichtdurchflutet.

Das Haus am Weinberg schließt direkt an die bisherige Pforte an, die dann auch in den Neubau verlegt wird und künftig laut Architektin Alexandra von Wistinghausen vom Stuttgarter Büro Rutschmann-Goldbach Empfang genannt wird.
 
In einem Flügel des Erdgeschosses wird die Tagespflege mit 14 Plätzen untergebracht sowie Verwaltungsräume. Außerdem ist dort ein Café geplant, das als Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter dienen soll. Blickt man aus dem Neubau in Richtung des Weinberges, wird man des künftigen Gartens gewahr, in dem tatsächlich Weinstöcke gesetzt werden sollen.
 
Vom Erdgeschoss gelangt man durch einen Verbindungsgang zum Haus am Park. Auf dem Weg dorthin wird man nach Fertigstellung des Neubaus auf die Kirchenfenster aus dem Altbau treffen, die hier eingebaut werden. "Das", sagt Alexandra von Wistinghausen, "wird dem Neubau gut tun."
 
Im ersten Obergeschoss wird ein beschützender Bereich eingerichtet für Bewohner die eben eines besonderen Schutzes bedürfen. Dazu gehören auch an Demenz Erkrankte. Auch hier werden die Bewohner über eine Brücke einen Garten erreichen. Dies verdeutlicht, was Personalleiter Bernhard Feige meint, wenn er sagt: "Die Bewohner sollen im Mittelpunkt stehen."
 
Im zweiten Obergeschoss findet man einen reinen Wohnbereich mit sieben Zimmer in jedem Flügel. Darunter ist ein Doppelzimmer. Die Bewohner eines jeden Flügels bilden eine Gruppe, für die ein gemeinsames Esszimmer zur Verfügung steht und ein Gemeinschaftsraum. Nur Einzelzimmer anzubieten hält Geschäftsführer Andreas Gaida für falsch. "Bei uns", sagt er, "wohnen beispielsweise auch Ehepaare, die natürlich auch zusammen wohnen wollen und sollen." Zudem gebe es alte Menschen, die man gar nicht alleine lassen kann. Schreitet man nun auf der großzügig geschwungenen Treppe weiter ins dritte Obergeschoss, hat man nicht nur einen grandiosen Blick auf Metzingen, sondern man steht unter der großen Lichtkuppel, die den Treppenaufgang durchflutet.
 
Wenn der Baufortschritt so weiter geht wie bisher, dann wird das Haus am Weinberg im Mai nächsten Jahres bezugsfertig sein. Insgesamt investiert der Evangelische Diakonissenring 17,4 Millionen Euro. Zu Beginn der Planungen lag der Betrag noch bei 15,4 Millionen , doch dann verteuerte sich das Projekt durch die zu integrierende Kindertagesstätte im Haus am Park um 500 000 Euro. Hinzu kommen noch rund zehn Prozent an Preissteigerungen. Der Neubau war jedoch notwendig, weil sich auch das Metzinger Altenzentrum in einer Wettbewerbssituation befindet. Mit einer weiteren Verteuerung rechnet Andreas Gaida nicht.

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Das Altenzentrum im Netz

Erscheinungstermin: Dienstag, 7. Juli 2009

Neuer Internetauftritt des Evangelischen Diakonissenrings

Im neuen Internetauftritt können sich Interessenten über das Altenzentrum informieren. Foto: privat

Seit Anfang des Monats präsentiert sich das Altenzentrum des Evangelischen Diakonissenrings zeitgemäß auf einer neuen Homepage. Dort kann sich jeder über die Einrichtung informieren.
 
Metzingen Im Altenzentrum Metzingen des Evangelischen Diakonissenrings lebt man komfortabel und modern. Das unterstreichen nicht nur die neuen Gebäude, die im letzten Jahr bezogen wurden und derzeit in einem weiteren Bauabschnitt bereits wieder im Rohbau fertiggestellt sind, sondern auch die Präsentation auf einer zeitgemäßen Website, die zum 1. Juli freigeschaltet wurde.
 
Andreas Gaida, der Geschäftsführer meint dazu: "Die Anliegen von Bewohnern und Angehörigen haben für uns höchste Priorität. Dazu haben wir uns schon in unserem Leitbild verpflichtet. Eines dieser geäußerten Anliegen ist Information und Transparenz. Dem kommen wir gerne durch den neuen, viel umfangreicheren Internetauftritt nach". Obwohl die letzte Generalüberholung der Internetseiten erst 2007 stattfand, entstand bereits erneuter Anpassungsbedarf. Die Architektur und Navigation des seitherigen Auftritts entsprach nicht mehr den technischen und praktikablen Anforderungen moderner Internetnutzer. Ernst M. Messner, Verwaltungsrat des Evangelischen Diakonissenrings: "Als wir in diesem Gremium den Entschluss für einen Relaunch fassten, war noch völlig unklar, wie die neuen Internetseiten aussehen sollten und wie man das überhaupt bewerkstelligen solle."
 
Mit dem Internetbaukasten der Evangelischen Landeskirche Württemberg fand man aber schnell ein hervorragendes Content Management System, mit dem die Website unabhängig von Agenturen und ohne Kenntnisse von Spezialprogrammen schnell angelegt und gepflegt werden kann. "Ich bin begeistert von der Geschwindigkeit, mit der man die Seiten erstellen kann. Die Arbeit war vergleichbar mit dem Ausfüllen von einfachen Formularen. Das Redaktionssystem (englisch Content Management System, kurz CMS) Typo3 unterstützt optimal beim Anlegen und veröffentlicht die Seiten anschließend automatisch im Internet", so Ernst M. Messner weiter. Alle Bereiche des Werks: Altenheim, Pflegeheim, Beschützender Bereich, Tagespflege, Mehrgenerationenhaus, Gästehaus und Schriftenmission informieren über ihre Angebote und besonderen Aufgaben. Das Fort- und Weiterbildungsprogramm, das sowohl intern als auch extern genutzt wird, kann abgerufen werden. Interessant ist zum Beispiel der Veranstaltungskalender, in dem nicht nur die eigenen Termine und Veranstaltungen sichtbar sind, sondern auch alle Veranstaltungen der Landeskirche, Kirchenbezirke und Gemeinden abrufbar werden. Ebenso können aktuelle Meldungen nach Freigabe automatisch in die Seiten anderer Organisationen übernommen werden.
 
Über den Kasten "Landeskirche" am rechten Bildrand hat jeder Besucher direkten Zugriff auf Pressemeldungen, Adressen, Veranstaltungen oder den Newsletter und das Glaubens-Abc der Landeskirche. Durch die gegenseitige Einbindung, die auch die aktuelle Tageslosung enthält, entsteht so ein großes Netzwerk für ein breites Publikum.
 
Der neue Internetauftritt des Evangelischen Diakonissenrings Metzingens entspricht technisch den Anforderungen der Barrierefreiheit. Die barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) schreibt vor, dass Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderungen uneingeschränkt Zugang zu allen deutschen Internetseiten haben.
 
"Wir haben das berücksichtigt durch bessere Lesbarkeit der Seiten (größere Schrift, stärkeren Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund) oder die Bedienbarkeit der Seiten mit Hilfsmitteln (Ausgabegeräte lesen Seiteninhalte aus, man navigiert über spezielle Eingabegeräte). Wenn Internetseiten übersichtlicher gestaltet und einfacher zu nutzen sind, profitieren letztlich aber alle Besucher davon" erläutert Bernhard Feige, Personalleiter und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit.

Beeindruckende Klänge

Erscheinungstermin: Samstag, 27. Juni 2009

Benefizkonzert für den Diakonissenring in der Martinskirche

Das Salonorchester der Musikschule war kürzlich in der Martinskirche zu hören. Foto: Privat

Eine musikalische Weltreise unter der Leitung von Heinrich Grossmann erlebten die Gäste beim Benefizkonzert in der Martinskirche.

Der Erlös des Abends kommt dem Diakonissenring zugute.

 

 

 

 

 

Metzingen.  Das Salonorchester der Musikschule Metzingen gab am Donnerstag in der evangelischen Martinskirche ein Benefizkonzert mit beeindruckendem Klang und unterstützte dadurch die Arbeit des Förderverein Evangelischer Diakonissenring Metzingen.
 
Unter der Leitung von Heinrich Grossmann wurde eine musikalische Weltreise in Länder wie Österreich, Argentinien, Ungarn, Russland und dem Balkan unternommen. Das Salonorchester verstand es, musikalisch einen beeindruckenden und vielfältigen Bogen zu spannen. So waren Walzer, Märsche, mitreißender Tango, Foxtrott im Swingrhythmus, einfühlsame Volkslieder und Zigeunerweisen von berühmten Komponisten wie W.A. Mozart, J. Brahms, F. Lehár, G. Winkler, H. Zander, J. Strauß und anderen zu hören. Heinrich Grossmann kommentierte die einzelnen Musikstücke gekonnt und markant und gab den Zuhörern dadurch einen interessanten Einblick in den Verlauf der musikalischen Reise. Das Salonorchester überzeugte durch gelungene Abstimmung, Spielfreude und Virtuosität und die Musik erfüllte die Ohren und Herzen der Zuhörer. Die gute Akustik der Martinskirche hat sicher auch einen Teil für das gelungen Konzert beigetragen.

 

Die Besucher zeigten ihre Begeisterung an dem Konzert durch lang anhaltenden Applaus und genossen die Zugaben des Orchesters. Die Melodien und die Musik schwingen noch nach und der bunte Melodienstrauß war ein echter Genuss. Der Förderverein bedankt sich beim Salonorchester für den wunderschönen Abend und freut sich auf ein gemeinsames Wiedersehen und Wiederhören bei einem der kommenden Konzerte. Dank gilt auch der Gesamtkirchengemeinde Metzingen für die Unterstützung und den klangvollen Raum, in dem dieses besondere Musikerlebnis stattfinden konnte.
 
Dank gilt allen Besuchern, die den Raum mit ihrer Begeisterung erfüllten und durch ihre Spende die Arbeit des Fördervereins unterstützt haben, der mit seiner Arbeit entsprechende Angebote für die Heimbewohner fördert und initiiert.

 

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Ein leckeres Menü zum Thema Spargel

Erscheinungstermin: Samstag, 30. Mai 2009

Kochen mit Senioren im Altenzentrum des Diakonissenrings

Kochen mit Spargel: das Stangengemüse kommt auch im Altenzentrum gut an. Foto: Privat

 

Metzingen  Kürzlich fand im Altenzentrum des Diakonissenrings in Metzingen wieder ein besonderer Programmpunkt statt. Die Herren Bastians und Unger, Küchenmeister und Küchenmanager von der Firma Kompa Care, kochten zusammen mit Bewohnern verschiedene Gerichte aus Spargel. Es wurde zusammen geschält, geschnitten, gewürzt und gekocht, während nebenher noch geschichtliche Zitate und heitere Sprüche zum Thema Spargel zu hören waren. Zwischendurch war auch immer wieder Zeit zum Kosten und Probieren.

 

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und war sehr schmackhaft. Es gab Spargelsüppchen mit Garnelen, Spargelsalat und klassische Spargelstangen mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise.
 
Das "Kochen mit Senioren" gibt es jetzt dank dem Engagement der Firma, die solche speziellen Programme für Senioren entwickelt hat, regelmäßig im Altenzentrum des Diakonissenrings in Metzingen.

 

Der nächste Termin findet am 22. Juni von 14.30 bis 15.30 Uhr statt. Dabei geht es kulinarisch rund um das Thema "Erdbeeren".

 

Nähere Infos folgen. Anfragen und Anmeldungen bitte direkt bei H. Bastians oder H. Unger unter Telefon: (0 71 23) 94 91 26.

 

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Ein Jahr Kindertagesstätte am Park

Erscheinungstermin 13.5.2009

Link zur Stadt Metzingen

 

In kleinem, nahezu persönlichen Rahmen wurde heute der erste Geburtstag der Kindertagesstätte am Park „gefeiert“. Gäste waren sozusagen die Eltern der „Kita“ am Park.

 

Die Gründungsväter und -mütter, unter anderem Peter Nißle, Abteilungsleiter Soziales bei der Stadtverwaltung und Regina Stramm als Leiterin der Einrichtung sowie Dietmar Knöß, Director of Human Ressources der Hugo Boss AG und Anita Kessel, Betriebsrätin bei Hugo Boss blickten nicht ohne Stolz und vor allem glücklich auf das erste Jahr der ersten Metzinger Kleinkind-Ganztagesbetreuungseinrichtung zurück.

Auch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler zeigte sich erfreut über die tolle Kindertagesstätte, die er hier zu seinem Amtsantritt bereits voll funktionsfähig vorfand. „Dieses besondere, innovative Projekt war der Einstieg in eine institutionelle Kinderbetreuung“ stellt er an diesem Jubiläumstage fest. Besonders froh ist er insbesondere über die Kooperation mit der Hugo-Boss AG, welche ein gelungenes Beispiel einer öffentlich-privaten Partnerschaft darstellt.

 

Stadtnachricht Metzingen    -    13.5.2009

 

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13. Mai 2009

Erscheinungsdatum: Mittwoch 13.05.2009

Erster Geburtstag eines innovativen Volltreffers


Die Kindertagesstätte "Am Park" ist heute vor einem Jahr eröffnet worden.

Die institutionelle Kleinkindbetreuung hat in Metzingen einen Namen: Kindertagesstätte "Am Park". Heute vor einem Jahr wurde sie eröffnet. Seither werden dort bis zu 48 Kinder unter drei Jahren betreut.

 

MICHAEL KOCH

Heute gibt es in der Kindertagesstätte "Am Park" anlässlich des Jubiläums sicherlich ein kleines Festmahl. Foto: Michael Koch

Metzingen  Wenn ein Haus oder eine öffentliche Einrichtung ein Jahr alt wird, dann ist das eigentlich nichts besonderes. Anders ist das, wenn die "Bewohner" selbst gerade mal auch nur so alt sind - "dann ist ein Jahr gewaltig", wie es Regina Stramm, Leiterin der Kindertagesstätte "Am Park", gestern ausdrückte.
 
In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Kinder der Kita natürlich enorm entwickelt, aber auch die Einrichtung selbst. Der Garten ist grün geworden, die Raumaufteilung, Arbeits- und Tagesabläufe und nicht zuletzt das Personal haben sich weiterentwickelt. "Wir hatten einen guten Start, weil wir erfahrenes Personal hier eingesetzt haben. Trotzdem war das erste Jahr eine Zeit der Orientierung, vieles musste sich einspielen. Jetzt kommt die Phase der Evaluierung, der Sicherung der Qualitätssicherung", fasst Stramm zusammen.

 

Was dort in der Kindertagesstätte gewachsen ist, "ist eine innovative Einrichtung mit Modellcharakter", wie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler es nennt. Oder kurz gesagt: "Ein Volltreffer." Dennoch müsse man in Metzingen auf dem Gebiet der Kinderbetreuung natürlich weitere Anstrengungen unternehmen, um den Anforderungen gerecht zu werden.
 
Außer in der Kita "Am Park" sind in Metzingen inzwischen im Kindergarten Hermann-Löns-Platz und im Kindergarten Albstraße (Neuhausen) Plätze für Kinder unter drei Jahren eingerichtet. Am 1. Januar folgt eine weitere Gruppe im Kindergarten Kelternstraße (Neuhausen), außerdem hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zum Bau einer Kindertagesstätte in der Breitwiesenstraße gefasst, wie Sozialamtsleiter Peter Nißle, bei der Stadt für die Kindergärten zuständig, aufzählte. "In allen Einrichtungen konnten wir von den Erfahrungen profitieren, die wir in der Kindertagesstätte Am Park gemacht haben", sagte Nißle.
 
Eine Besonderheit gibt es in dem Neubau in der Elsa-Brändström-Straße: die Kooperationen. Zum einen ist da alleine durch die räumliche Nähe die Zusammenarbeit mit den Senioren aus dem Altenzentrum, die für beide Seiten gewinnbringend betrieben wird.
 
Zum anderen gibt es die Kooperation mit der Hugo Boss AG, die sich finanziell am Bau, der Einrichtung und jetzt am Betrieb der Tagesstätte beteiligt. Im Gegenzug dafür sind von den 48 Betreuungsplätzen 20 Plätze für den Modekonzern reserviert, davon müssen fünf von Mitarbeiter-Kindern aus Metzingen belegt werden.
 
"Wir bekommen von unseren Mitarbeitern eine sehr gute Resonanz auf dieses Angebot", berichtet Dietmar Knöß, Betriebsrat der Hugo Boss AG. "Der Bedarf an solchen Plätzen wird auch in unserer Firma nicht kleiner werden. Wir haben daher Interesse, diese Kooperation fortzuführen." Der Konzern gewönne dadurch an Attraktivität für Mitarbeiter, "außerdem sind Eltern, die ihre Kinder gut versorgt wissen, viel entspannter bei der Arbeit", wie Anita Kessel, ebenfalls aus dem Boss-Betriebsrat, festgestellt hat.
 
Info
 
Bis zu 48 Plätze gibt es in der Kindertagesstätte "Am Park". Derzeit sind vier Kinder im Alter von sechs Monaten bis einem Jahr, zwölf Einjährige, 14 Zweijährige und 16 Kinder bis dreieinhalb Jahre dort untergebracht. Die Öffnungszeit ist 6.30 Uhr bis 18 Uhr, 15 Erzieherinnen sind dort im Schichtbetrieb beschäftigt.