Reutlinger General-Anzeiger 11.9.2008

 

Diakonissenring - Abriss des alten Pflegeheimgebäudes fast abgeschlossen. Grundstein für Neubau wird bald gelegt.

Die Zukunft angebaggert

VON ALEXANDER RABE

 

METZINGEN. Der Boden in der Elsa-Brändström-Straße 28 vibriert. Die Fenster zittern, aufgewirbelter Staub vernebelt die Sicht. Ein Erdbeben? Nicht ganz, denn die Wände bröckeln nur am Nachbarhaus. Es ist die Großbaustelle und die riesigen Bagger genau vor der Haustür, die für Lärm und Vibration sorgen.

 

Das alte, fünfstöckige Hauptgebäude des Diakonissenring-Pflegeheims wird abgerissen Ein echtes Spektakel - vor allem für die Bewohner des Pflegeheims selbst. »Alle, die nicht ans Bett gebunden sind, nutzen die Gelegenheit. Das ist hier eine echte Attraktion«, beschreibt Personalchef Bernhard Feige, dass viele Senioren die Baustelle eher unterhaltend als störend finden.

 

Nur noch ein Bruchteil

 

Anders dürfte es da allerdings den Anwohnern gehen, denn das Krachen zerberstender Betonbrocken, die von mächtigen Schaufeln und Scheren mühelos zerlegt werden, steigert den Lärmpegel am Fuße des Weinberges beträchtlich. Doch Besserung ist in Sicht, bald haben die Nachbarn das Schlimmste überstanden, schließlich soll der Abriss nach Aussage Berhard Feiges und gemäß Bauplanung bis Mitte September vollständig abgeschlossen sein. Schon jetzt ist fast das gesamte Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, nur noch ein Bruchteil inmitten von Bauschutt erinnert an das ehemalige Gebäude für stationäre Pflege und Verwaltungsbüros.

 

 

 

Neuer Bau für alte Bewohner

 

Berhard Feige beobachtet die Bau-Geschehnisse tagtäglich durch das Fenster seines Büros und gibt Auskunft über den weiteren Verlauf und den geplanten Rohbaubeginn: »Wenn alles weiterhin nach Plan verläuft, wird in der letzten Septemberwoche der Grundstein für das neue Gebäude gelegt.« Grundstein für das »Haus am Weinberg«, dass sich wie das benachbarte, bereits seit Juni fertiggestellte »Haus am Park« in T-Form, modern, lichtdurchflutet und auf die Bedürfnisse seiner Bewohner angepasst präsentieren soll.

 

Im Mai 2010 soll das Mammutprojekt abgeschlossen sein. Gut eineinhalb Jahre Bauzeit werden einkalkuliert. Nach der Devise »Was lange währt wird endlich gut« soll sich das Warten auch lohnen, werden mit dem neuen Diakonissenring-Gebäude doch 70 Pflegeplätze geschaffen. Weitere 14 Senioren werden zur Tagespflege aufgenommen. Eine integrierte Cafeteria wird als Begegnungsstätte für Bewohner und Besucher dienen. Bis dahin genießen die Bewohner im »Haus am Park« und »Haus am Eck« ihren Logenplatz mit freier Sicht auf die spektakuläre Baustelle vor der eigenen Haustür. (GEA) 


© Reutlinger General-Anzeiger 2008

 

2. Juni 2008 - Stadt Metzingen

Das "Haus am Park" wurde seiner Bestimmung übergeben

 

Im neuen „Haus am Park“ werden künftig sowohl Senioren wohnen als auch Kinder zur Ganztagesbetreuung untergebracht sein. Das Haus wurde am 4. Juni seiner Bestimmung übergeben. Die Kindertagesstätte hat ihre Räume schon bezogen, die Bewohner des Altenzentrums werden ab nächste Woche einziehen. 

 

 

Oberbürgermeister Hauswirth erklärte in seiner Rede, dass die Übergabe der neuen Räume nach längerer Vorbereitungsphase und relativ kurzer Bauzeit ein guter Grund zur gemeinsamen Freude und ein Anlass zur aufrichtigen Dankbarkeit sei. Der Diakonissenring habe eine zukunftsfähige Einrichtung geschaffen und einen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in Metzingen geleistet. 

 

 

Das „Haus am Park“ verbindet Generationen.  Davon sollen alle profitieren, Kinder wie Senioren, bemerkte Andreas Gaida, der Geschäftsführer des Hauses. Die Kindertagesstätte wird in Kooperation mit dem größten Arbeitgeber der Stadt Metzingen, der Hugo Boss AG betrieben.

 

Die Kinder des Kindergartens Neugreuth I und die Blechbläser der Musikschule Metzingen umrahmten die Eröffnungsfeier musikalisch. 

    

Dank einer Spende des Lions-Clubs Ermstal konnte die Kindertagesstätte mit Bewegungsspielgeräten ausgestattet werden.

 

Am Sonntag, 8. Juni 2008 findet von 11.30 Uhr bis 17.00 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ statt, an dem jeder die neuen Räumlichkeiten anschauen kann.

SÜDWEST PRESSE - Reutlinger Nachrichten, Metzinger Volksblatt - Der Ermstalbote 6.6.2008

Generationenbrücke eingeweiht
"Haus am Park" wird kommende Woche bezogen - Kinder fühlen sich schon pudelwohl

OB Dieter Hauswirth, Architektin Lilian Goldbach und Geschäftsführer Andreas Gaida: Gemeinsam haben sie alle Hürden auf dem Weg zum "Haus am Park" gemeistert.

Der Festakt: Die Kinder aus dem Kindergarten Neugreuth I sorgten für eine gelöste Stimmung unter den Gästen. Fotos: Thomas Kiehl

                 Zwei Einrichtungen, ein Gebäude.

Im neuen "Haus am Park" sind ein Altenzentrum und eine Kindertagesstätte untergebracht. Gestern war die Einweihung dieses gelungenen Kooperationsprojektes.
 
von MICHAEL KOCH
 
Metzingen Michael Schumacher gewinnt den Grand Prix von Shanghai, eine 18-jährige Tschechin namens Tatana Kucharova wird zur Miss World gekürt und in Bad Urach beginnen die Herbstlichen Musiktage. Dies sind die Nachrichten vom 2. Oktober 2006, die im Grundstein des neuen Altenzentrums des Evangelischen Diakonissenrings festgehalten sind. Geschichte, von der heute keiner mehr spricht. Die damalige Grundsteinlegung aber wurde gestern zu einem krönenden Abschluss geführt: Der Einweihung des "Haus am Park" inklusiver inte-grierter Kindertagesstätte der Stadt Metzingen für bis zu 50 Kinder.
 
So kann man das neue Gebäude getrost als "Brücke zwischen den Generationen" bezeichnen, als "Mehrgenerationenhaus" oder schlicht als "Haus des Lebens", wie es die geladenen Vertreter beim gestrigen Festakt nannten.
 
Mit dem Diakonissenring und der Stadt Metzingen hat das Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 7500 Quadratmetern gleich zwei Hausherren. Der eine ist Träger der Bereiche für die Altenpflege inklusive einer Großküche, der andere ist für die Belange der Kinder zuständig. Letztere sind bereits vor vier Wochen in ihr feudales Zuhause unter der Leitung von Regina Stramm eingezogen, die Senioren werden ab Montag das neue Domizil in Beschlag nehmen.
 
Andreas Gaida, Geschäftsführer des Diakonissenrings, betonte, dass mit dem ersten Gebäude erst die halbe Wegstrecke gemeistert sei. Schon bald solle mit dem Abriss des in die Jahre gekommenen Teil des Altenzentrums begonnen werden, bis Herbst 2010 soll dann das "Haus am Weinberg" als zweiter Bauabschnitt fertiggestellt sein. Nur Dank großzügiger Zuschüsse des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales, des Landkreises, der Stadt Metzingen sowie weiterer Geldgeber sei es überhaupt gelungen, die Baukosten von 15,7 Millionen Euro zu schultern, so Gaida.
 
Die Vertreter aller unterstützenden Behörden und Verbände zeigten sich in ihren Ansprachen gestern sehr zufrieden mit ihrer "Geldanlage". So auch Oberbürgermeister Dieter Hauswirth, der die neue Einrichtung als "beispielgebend" bezeichnete. Zum einen, weil es gelungen sei, in Kooperation mit dem Diakonissenring Alt und Jung in einem Haus unterzubringen, zum anderen, weil man in einer Kooperation mit der Hugo Boss AG auch den Anforderungen der Wirtschaft im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht wurde. Boss hatte sich bekanntlich finanziell an der Ausstattung der Kindertagesstätte beteiligt und dafür feste Plätze für Mitarbeiterkinder zugesichert bekommen. Auch gestern wartete Betriebsratschef Antonio Simina wieder mit einer Spende auf und fügte, an Regina Stramm gerichtet, noch an: "Wenn Sie ein Wehwehchen haben, strapazieren Sie uns ruhig weiterhin - wir helfen gerne."
 
Dass sich Kinder und Senioren gleichermaßen in der Hülle des neuen Heims wohlfühlen, dafür zeichnen die Architekten Lilian Goldbach und Reimund Rutschmann verantwortlich. Ein dreiflügeliges Haus, mit Marktplatz in der Mitte, hell und freundlich - so lässt sich das "Haus am Park" in Kürze beschreiben.
 
Für das Innenleben der Hülle sorgen dagegen weiterhin die Schwestern und Ehrenamtlichen des Diakonissenrings. Den christlichen Ansatz des Altenzentrums werden sie natürlich auch bis in den neuen Teil hinein weitertragen.
 
Info
 
Am Sonntag, 8. Juni, ist im "Haus am Park" Tag der offenen Tür. Er beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Friedenkirche, ab 11.30 Uhr sind dann in der Elsa-Brändström-Straße Altenzentrum und Kindertagesstätte bei einem umfangreichen Rahmenprogramm zu besichtigen.
 

Erscheinungsdatum: Donnerstag 05.06.2008
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/

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Reutlinger General-Anzeiger 5.6.2008

Evangelischer Diakonissenring Metzingen e.V.

Neues Pflegeheim und Räume der städtischen Kindertagesstätte feierlich übergeben

 

Kinder und Alte unter einem Dach

 

Die Festversammlung im neu geschaffenen Pflegeheim, in dem auch die Kindertagesstätte untergebracht ist.

METZINGEN. Die städtische Kindertagesstätte ist bereits in Betrieb, die künftigen Bewohner des Pflegeheims ziehen kommende Woche ein. Der erste Bauabschnitt des Neubaus des vom Evangelischen Diakonissenring betriebenen Altenzentrums ist fertig. Gestern wurde er nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben. Von einer beispielgebenden Einrichtung sprach Oberbürgermeister Dieter Hauswirth, weil es in enger Kooperation gelungen sei, "ein Haus zu schaffen, in dem Kleinkinder und Senioren unter einem Dach leben". 

Der Diakonissenring, so Hauswirth weiter, habe damit eine zukunftsfähige Einrichtung geschaffen und einen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in Metzingen geleistet. Beispielgebend sei das "Haus am Park" aber auch, weil es in Kooperation mit dem größten Arbeitgeber der Stadt, der Hugo Boss AG, den Anforderungen der Wirtschaft gerecht werde. Wie berichtet, ist der Modekonzern an der Kindertagesstätte beteiligt. "Wir wollen helfen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen", erklärte dazu das Boss-Vorstandsmitglied Hans Fluri, der die Verantwortlichen aufforderte, sollten sie in irgendeiner Form Unterstützung brauchen, sie immer auf das Unternehmen zukommen könnten.

Eine willkommene Belebung

Das "Haus am Park" verbindet Generationen. Darauf hob der ehrenamtliche Vorsitzende des Diakonissenrings, Heinrich Niebling, ab. "Wir freuen uns auf das Miteinander", sagte er mit dem Hinweis darauf, dass im Nordflügel des Gebäudes auch die Kindertagesstätte untergebracht ist. Davon sollen alle profitieren, Kinder wie Senioren, ergänzte Geschäftsführer Andreas Gaida. "Das Haus steht auf modernen, zukunftsweisenden Pfeilern", so Manuela Jess vom Landratsamt Reutlingen in Vertretung für Landrat Thomas Reumann. Hier sei eine Brücke zwischen den Generationen gebaut worden.

Auf dem Gelände des Diakonissenrings am Fuß des Metzinger Weinbergs steht damit ein Mehrgenerationenhaus. Kinder und alte Menschen unter einem Dach. Das Pflegeheim, für das ein 40 Jahre alter Vorgängerbau abgebrochen wurde, bietet aufgeteilt in verschiedene Wohngruppen Raum für 54 alte Menschen, zusätzlich stehen 14 Plätze für Demenzkranke zur Verfügung. Im hellen und freundlichen "Haus am Park" gibt es kleine Wohnungen, Orte der Begegnungen, Spielflächen und Gruppenräume.

Und die Kindertagesstätte: Die breitet sich über zwei Geschosse aus und hat bei voller Belegung 48 Plätze, wovon rund zwanzig dem Modekonzern Boss zur Verfügung stehen. Der Blick aus den Zimmern des Altenzentrums fällt auf Spielplatz und Außengelände der Kindertagesstätte, was der Geschäftsführer des Diakonissenrings Andreas Gaida als willkommene Belebung bezeichnet.

Doch für den Diakonissenring ist die Bautätigkeit damit noch nicht vorbei: Im Herbst fällt ein weiterer Teil des Altbaues, an dessen Stelle ein ebenfalls T-förmiges Gebäude entsteht, sodass am Ende das Pflegeheim 142 Betten aufweist - ein in der Altenpflege den heutigen Ansprüchen entsprechendes Gebäude. Insgesamt 15,7 Millionen Euro investiert dafür der Diakonissenring, unterstützt und gefördert von Land, Kreis, Stadt und Fernsehlotterie.

Der Evangelische Diakonissenring Metzingen wurde 1952 von Pfarrer Richard Neumaier als kleine Schwesternschaft gegründet. Damals waren die Schwestern in der Kinderbetreuung, der Kranken- und Säuglingspflege und in der Altenhilfe tätig. Mit dem Bau des Altenheims an der Elsa-Brändström-Straße wurde der Diakonissenring zu einem der großen Altenhilfeträger im Ermstal. Der Diakonissenring betreibt zudem eine Schriftenmission. (GEA)


OFFENE TÜREN IN PFLEGEHEIM UND KINDERTAGESSTÄTTE

Festgottesdienst, Führungen, Informationen und Bewirtung


Das neue Pflegeheim "Haus am Park" des Diakonissenrings Metzingen mit der Kindertagestätte ist am Sonntag 8. Juni, von 11.30 bis 17 Uhr zur Besichtigung offen. Für Bewirtung ist den ganzen Tag über gesorgt, unter anderem mit einem Mittagessen im Festsaal, wo am Nachmittag der Liederkranz eine Caféteria betreibt.

Zudem gibt es Info-Stände zur Kindertagesstätte, über den Förderverein und die Schriftenmission des Diakonissenrings, aber auch über die Hospizgruppe in Metzingen, ergänzt mit einer Ausstellung über demenzielle Erkrankungen.

Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Friedenskirche und endet gegen 17 Uhr mit einer besinnlichen Andacht im Festsaal des Altenzentrums in der Elsa-Brändström-Straße in Metzingen. (GEA)

© Reutlinger General-Anzeiger 2008